von Jesus Christus selbst eingesetzt - durch die Kirche vermittelt
wirksame Zeichen der Nähe Gottes


Allgemein

 

Sakramente

sakramente

Die sieben Sakramente gehören seit unvordenklichen Zeiten zum Leben der Kirche.

Sakramente sind von Jesus Christus selbst eingesetzt. Sie sind wirksame Zeichen der Nähe Gottes, die durch den Dienst der Kirche vermittelt werden.

Dabei sind die Spender (Bischöfe, Priester, Diakone) und die Empfänger des jeweiligen Sakramentes nicht die eigentlichen Handelnden, sondern Gott, der sich den Menschen zuwendet. Das II. Vatikanische Konzil sagt von den Sakramenten, dass sie den Glauben nicht nur voraussetzen, sondern ihn auch nähren, stärken und anzeigen;

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Sakramente bestehen aus:

  • einem äußeren Zeichen (Salbung, Übergießen mit Wasser...) und
  • einem deutenden Wort (Ich taufe dich..., ich spreche dich los...).

Außer im Notfall werden alle Sakramente im Zusammenhang einer liturgischen Feier gespendet. Die Sakramente haben also Gemeinschaftscharakter.

Die sieben Sakramente bilden eine organische Einheit, in deren Mitte Taufe und Eucharistie stehen.

Die kirchliche Überlieferung unterscheidet deshalb zwischen den beiden "großen Sakramenten": Taufe und Eucharistie und den "kleinen Sakramenten", die auf die Vollendung (Firmung) oder Wiederherstellung (Buße, Krankensalbung) des durch die Taufe begründeten und auf die Eucharistie hingeordneten neuen Lebens in Jesus Christus hinzielen oder der natürlichen und gnadenhaften Auferbauung des Volkes Gottes dienen, das in der Eucharistie seinen Mittelpunkt hat (Weihe, Ehe).

Der Spender des Sakraments muss ausdrücklich von Jesus Christus gesandt und beauftragt sein. Deshalb ist die Spendung der Sakramente - außer im Fall der Nottaufe und beim Sakrament der Ehe - dem Amt in der Kirche vorbehalten (vgl. DS 1610; NR 515).
Das ist auch der Grund, weshalb Laien zur Kommunionausteilung einer eigenen Beauftragung durch den Bischof bedürfen.

Sakramente sind für die Gläubigen zum Heil notwendig (vgl. DS 1604, NR 509). Sie sind weder überflüssig noch eine feierliche Verzierung oder ein bloßes Bekenntnis zur brüderlichen Zusammengehörigkeit.

Die sakramentale Praxis ist zwar nicht das einzige, aber doch ein wesentliches Kriterium für ein ernsthaftes christliches Leben.

Quelle: Erwachsenen-Katechismus der Deutschen Bischofskonferenz, Bd. 1, S. 317 ff


In seiner Güte schuf Gott das Nützliche,
in seiner Weisheit das Schöne,
in seiner Macht das Große.

Basilius der Große, 330 - 379
Bischof, Kirchenlehrer



Übersicht über die äußeren Zeichen und deutenden Worte der 7 Sakramente

kreuzigung

 

Sakramente bestehen

  • aus einem äußeren Zeichen (Salbung, Übergießen mit Wasser...) und
  • einem deutenden Wort (Ich taufe dich..., ich spreche dich los...).

 

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Sakrament

Zeichen, Symbole,
Gesten

deutendes Wort

Taufe

Übergießen des Kopfes mit Wasser

Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Firmung

Zeichen des Kreuzes mit Chrisam auf die Stirn, Handauflegung

Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.

Eucharistie

Brot und Wein

Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Das ist mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird

Buße

Kreuzzeichen

Bekenntnis
Lossprechung:
So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Krankensalbung

Salbung der Stirn und der Hände des Kranken mit Krankenöl

Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir mit der Kraft des Heiligen Geistes bei.
Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich,
in seiner Gnade richte er dich auf.

Weihe

Handauflegung auf das Haupt des Kandidaten und meistens Salbung

Weihegebet: Allmächtiger Gott, wir bitten dich, gib deinen Knechten die priesterliche Weihe. Erneuere in ihnen den Geist der Heiligkeit.
Gib, o Gott, dass sie festhalten an dem Amt,  das sie aus deiner Hand empfingen; ihr Leben sei für alle Ansporn und Richtschnur.
Segne, heilige und weihe deine Diener, die du erwählt hast.

Ehe

Austauschen der Ringe und Ineinanderlegen der Hände

Ich nehme dich an als meine Ehefrau.
Ich nehme dich an als meinen Ehemann.

 


Die Sakramente sind das Höchste der Religion,
das sinnliche Symbol
einer ausserordentlichen göttlichen Gunst und Gnade.

Joh. Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832
deut. Dichter


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    Was sind Sakramente?