Beichte: Vergebung der Sünden
Beichte: Geschenk der Versöhnung und Güte


Allgemein

„Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns" (1 Joh 1,8). Und der Herr selbst lehrte uns beten: „Vergib uns unsere Sünden!" (Lk 11,4).


Beichttermine St. Salvator

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Die Sünde ist vor allem Beleidigung Gottes und Bruch der Gemeinschaft mit ihm. Gleichzeitig beeinträchtigt sie die Gemeinschaft mit der Kirche. Darum führt das Bußsakrament zugleich die Vergebung Gottes und die Versöhnung mit der Kirche herbei. (Katechismus der kath. Kirche, Rom 1997; 1440)

Wir bieten folgende Beichtgelegenheiten in unserer Pfarrkirche St. Salvator an:

  • jeden Donnerstag ab 18.30 Uhr  (vor der Abendmesse) und
  • jeden Samstag um 17.30 Uhr  (während des Rosenkranzes und vor der Vorabendmesse)

Beichtgelegenheiten und Bußgottesdienste zu den Hochfesten werden gesondert ausgewiesen.

Beichttermine St. Josef

  • jeden Samstag um 17.30 Uhr (während des Rosenkranzes und vor der Vorabendmesse)

Beichttermine in den weiteren Pfarrgemeinden

Beichttermine in allen anderen Pfarrgemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft

Es gibt keine festgesetzten, regelmäßigen Beichttermine. Zu besonderen Zeiten (Fastenzeit, Hochfeste,...) werden aber Beichtgelegenheiten angeboten.
Die Beichttermine werden rechtzeitig in den jeweiligen Pfarrinfos und Gottesdienstanzeigern bekannt gegeben.

Diese können Sie bei den einzelnen Pfarrgemeinden unter dem Menüpunkt  "Gottesdienste"  aufrufen.

Und wie oft beichten?

Auf jeden Fall dann, wenn eine ganz schwerwiegende Lieblosigkeit die Beziehung zu Gott und den Menschen beeinträchtigt.
Weiterhin darf man raten: nicht zu selten.

Es ist Vorschrift der Kirche, dass jeder Gläubige die schweren Sünden, deren er sich bewusst ist, wenigstens einmal im Jahr beichtet. Wer sich bewusst ist, eine Todsünde begangen zu haben, darf selbst dann, wenn er tiefe Reue empfindet, die heilige Kommunion nicht empfangen, bevor er die sakramentale Absolution erhalten hat.

Das Bekenntnis der alltäglichen Fehler, der lässlichen Sünden, ist genaugenommen nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdrücklich empfohlen. Das regelmäßige Bekenntnis unserer lässlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen Leben zu wachsen.

Quelle:
Katechismus der katholischen Kirche (KKK), Rom 1997, Nr. 1440, 1457 f


Das ist die alte Adams Rhethorik,
dass man die Schuld Gott
oder andern Menschen gibt.

Christoph Lehmann, (1579 - 1639)
Schuldirektor und Stadtschreiber in Speyer



Ablauf der Beichte

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Im Sakrament der Buße bekennt sich der Mensch zu den Sünden, die er begangen hat und übernimmt die Verantwortung für sie.

Mit der Absolution durch den Priester wird die Versöhnung mit Gott und der Gemeinschaft der Glaubenden ausgesprochen.

Folgende Voraussetzungen müssen aber dabei gegeben sein:

  • die Reue
  • das Aussprechen der Schuld im Bekenntnis
  • der Vorsatz, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen.

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Ablauf der Beichte

  • Nachdem der Beichtstuhl betreten wurde, begrüßt der Priester den Beichtenden. Dieser macht anschließend das Kreuzzeichen und spricht:Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

    Daraufhin antwortet der Priester:
    Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit.

    Antwort: Amen.

  • Es folgt das Bekenntnis der Sünden.

    Das Bekenntnis soll ehrlich und persönlich sein.
    Nach dem Bekenntnis soll der Beichtende ein kurzes Reuegebet sprechen.
    Er kann z. B. sagen: Ich bereue, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe.

  • Nun folgt das Beichtgespräch.
    Dabei übernimmt der Beichtende eine Buße - zumeist in Form eines Gebets - zur Genugtuung für seine Sünden. beichtstuhl-salv
  • Anschließend erteilt der Priester die Absolution mit folgenden Worten:
    Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden.
    So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

    Antwort: Amen.
  • Daraufhin entlässt der Priester den Gläubigen mit folgenden Worten:
    Der Herr hat dir die Sünden vergeben. Geh hin in Frieden.
  • Nach der Entlassung durch den Priester soll der Gläubige die auferlegte Buße verrichten und noch eine Danksagung halten.

Fremde Schuld kann die deinige veranlassen,
aber niemals entschuldigen.
Wer sich erst einmal erkannt hat,
klagt nie mehr jemand anderen an
als sich selbst.

Otto von Leixner, (1847 - 1907),
deutscher Novellist, Dichter



Der Bußgottesdienst

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Der Bußgottesdienst ist eine Wortgottesfeier. Sie bietet Anregungen und Hilfen für eine Gewissenserforschung. In der Regel folgt das Schuldbekenntnis mit der Vergebungsbitte.

Die katholische Kirche bietet sie besonders seit dem 2. Vatikanischen Konzil vor allem in den Vorbereitungszeiten auf die beiden höchsten Feste Ostern und Weihnachten an.

Der Bußgottesdienst ergänzt die Einzelbeichte und gewährt den Mitfeiernden Befreiung von leichten Sünden.

Der Bußgottesdienst soll eigentlich der gemeinsamen Vorbereitung auf die sakramentale Einzelbeichte dienen. Im Bußgottesdienst wird keine Absolution erteilt.

Schwere Verfehlungen bedürfen der Beichte. Nur die Beichte hat sakramentalen Charakter.

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Bußgottesdienste in unserer Pfarreiengemeinschaft

In unserer Pfarreiengemeinschaft werden Bußgottesdienste vor allem in den Vorbereitungszeiten auf die beiden höchsten Feste Ostern und Weihnachten, also in der Fastenzeit und im Advent angeboten. Sie sind aber nur eine Ergänzung zur Einzelbeichte.

Die Termine finden sie in den Gottesdienstanzeigern der einzelnen Pfarrgemeinden und in der Rubrik "Aktuelles".

Der Erwachsenenkatechismus der deutschen Bischofskonferenz sagt dazu:

Zu einer solchen Bußfeier gehören: Eröffnung (Gesang, Begrüßung und Gebet), Lesungen aus der Heiligen Schrift, zwischen denen ein Lied gesungen oder Stille gehalten wird, die Homilie [Predigt], die gemeinsame Gewissenserforschung und das Gebet um die Vergebung der Sünden, besonders das Gebet des Vaterunsers, jedoch keine sakramentale Lossprechung.

Diese Bußgottesdienste dürfen also nicht mit der Feier des Bußsakraments verwechselt werden.

Dennoch sind sie sehr nützlich zur Bekehrung und zur Reinigung des Herzens. Sie können den Geist der christlichen Buße fördern, den Gläubigen bei der Vorbereitung zu ihrem Einzelbekenntnis helfen, den Sinn für den Gemeinschaftscharakter der Buße vertiefen und besonders die Kinder zur Buße hinführen.

(Bd.1, S. 372)

Bist du entzweit, versöhne dich
Und lass verrinnen nicht die Frist.
Der Tag, der ungenutzt entwich,
Wer weiß, ob's nicht dein letzter ist.

Franz Bonn, (1830 - 1894),
deutscher Dichter



Erstbeichte

Beichte

Nach der bisherigen Regelung beginnt der Beichtunterricht zu Anfang des dritten Grundschuljahres.
Wir versuchen dabei, den Kindern den befreienden Charakter der Beichte und Buße zu vermitteln und mit ihnen den Weg der Versöhnung zu gehen.

Für die Schüler, für die kein spezifischer Religionsunterricht zur Erstkommunion stattfinden kann, bieten wir außerschulische Vorbereitungstreffen an. Diese beiden Vorbereitungstreffen sollen aufeinander aufbauen und die Themen Schuld, Versöhnung, Beichte und Beichtgeheimnis beinhalten. Auch möchten wir mit den Kindern einen Beichtspiegel besprechen und alle anstehenden Fragen klären. Die genauen Termine werden in Rundschreiben bekannt gegeben.

Für die Kommunionkinder findet die erste Beichte im Advent statt, die zweite Beichte dann direkt vor dem Fest der Erstkommunion.

Richtlinien der deutschen Bischofskonferenz zur Erstbeichte

Aus den Richtlinien der deutschen Bischofskonferenz  zur Erstbeichte:

  • Die Hinführung der Kinder zum ersten Empfang des Bußsakramentes und zum ersten Empfang der Eucharistie sind entscheidende Schritte der Einführung des Kindes in das Leben und in den Glauben der Kirche.
  • Die Vorbereitung auf den Empfang des Bußsakramentes muss ausgehen von der Erfahrung menschlicher Vergebung, die ein Kind normalerweise im Elternhaus macht.
    Dadurch kann das Kind verstehen lernen, was es bedeutet, dass Gott bereit ist, den Menschen zu verzeihen, wenn dieser schuldig geworden ist.
    Bei der Vorbereitung der Kinder ist darum, vor allem in der Gewissensbildung, besonders darauf zu achten, dass diese nicht mit falscher Sündenangst oder gar mit Schuldkomplexen belastet werden.
  • Die Vorbereitung der Kinder zum ersten Empfang des Bußsakramentes und der Eucharistie ist unter Verantwortung des Pfarrers gemeinsame Aufgabe der Eltern, der Pfarrgemeinde und des Religionsunterrichtes in der Schule.
  • Die Eltern sollen ihren Anteil an der Vorbereitung ihrer Kinder zur Erstbeichte und zur Erstkommunion wahrnehmen. Die vorausgehende, begleitende und nachfolgende Elternpastoral hat das Ziel, das Glaubensleben der Eltern zu vertiefen und sie zugleich auch zu befähigen, ihren Anteil bei der Vorbereitung ihrer Kinder auf den Empfang des Bußsakramentes beizutragen.

Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz vom 19.09.1977 über die Hinführung der Kinder zur Erstbeichte, KABl. 1977, 256-258


Was ist Geborgenheit?
Geborgenheit sind zwei offene Arme,
die einen umschließen
und in denen man sich sicher fühlt,
aber nicht eingeengt.

Unbekannt


  • "Katholisch für Anfänger" - Zeichentrickserie
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    Was bedeutet Beichten?