Auferstehung bedeutet keine Rückkehr in das vorige Leben, auch keine Wiedergeburt, sondern Verwandlung in ein neues Leben, ewiges Angenommen- und Geliebtsein von Gott.


Allgemein

Todesfall in der Pfarreiengemeinschaft

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Die meisten Menschen sterben inmitten einer zwar perfekten medizinischen Versorgungswelt, aber auch in der Anonymität eines modernen Krankenhauses - ohne menschliche Nähe und ohne geistliche Bereitung und Begleitung. Dadurch, dass der Tod in der Öffentlichkeit weithin tabuisiert wird, wird der Sterbende noch mehr isoliert.
(Erwachsenenkatechismus der deutschen Bischofskonferenz, Bd.1, S. 304)

Wenn Sie für einen Verstorbenen die "letzten Dinge" erledigen müssen, nehmen Sie bitte baldmöglichst Kontakt mit dem Pfarramt und einem Bestattungsinstitut auf, um den Begräbnistermin abzusprechen. Sie werden anschließend vom Pfarrer zu einem Gespräch eingeladen, bei dem Sie über den Verstorbenen Auskunft geben und auch spezielle Fragen nach Begräbnis und Gottesdiensten klären können.

Wenden Sie sich bitte - je nach Wohnort und Pfarrei - an das

Pfarrbüro St. Salvator

  Telefon: 09081 / 29 37 - 0
  Fax: 09081 / 29 37 - 15

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Pfarrbüro St. Josef

  Telefon: 09081 / 805064 - 0
  Fax: 09081 / 805064 - 15

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Das kirchliche Begräbnis in unserer Pfarreiengemeinschaft

aufrestandener Christus

Die Begräbnisliturgie der katholischen Kirche ist ein Dienst geschwisterlicher Liebe.

Sie erfüllt daher vor allem zwei Funktionen:

  • Sie ist Dienst am Toten
    - Die Gemeinde betet an seiner Stelle und sie betet für ihn.
  • Sie ist Dienst an den Hinterbliebenen
    - Sie verkündet die Auferstehungshoffnung,
    - sie spendet Trost,
    - sie erleichtert Loslassen und Abschiednehmen.

Die gesamte kirchliche Begräbnisliturgie besteht in unserer Pfarreiengemeinschaft in der Regel aus drei Teilen:

  • Die Aussegnung
  • Die Eucharistiefeier (Requiem)
  • Die Beerdigung

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Die Aussegnung

Bei der Aussegnung handelt es sich im katholischen Verständnis um das „Gebet im Trauerhaus", also im Sterbehaus.

Stirbt ein Mensch zuhause, findet hier die Aussegnung statt. Viele Menschen sterben im Altenheim oder im Krankenhaus. Auch hier stehen jeweils Räume zur Verfügung, in denen die Gebete der Verabschiedung gesprochen werden.

Ist eine Aussegnung von den Angehörigen gewünscht, findet sie zeitlich in der Nähe des Todes am Sterbeort statt.

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In den Dörfern unserer PG findet die Aussegnung auch oftmals erst dann statt, wenn der Tote (verstorben z.B. im Krankenhaus oder Altenheim in Nördlingen) in seinem Heimatdorf in der Leichenhalle aufgebahrt wird.

Gebete in den Pfarrgemeinden

Für den Verstorbenen wird in der Zeit vor der Beerdigung in den Pfarrkirchen besonders gebetet. Vor allem der Rosenkranz hat hier seinen Platz.

Der Zeitpunkt für dieses Gebet wird dabei in den Dörfern unserer PG von den Angehörigen mit dem Mesner vereinbart.

In St. Salvator und St. Josef findet der Rosenkranz für die Verstorbenen der vergangenen Woche jeweils am Samstag vor der Abendmesse statt.

Das Requiem - Die Eucharistiefeier

Vor der Beerdigung kann ein Requiem gefeiert werden (oft auch Begräbnismesse oder Seelenamt genannt). Die Eucharistiefeier ist der Höhepunkt des katholischen Begräbnisses. Bei dieser Messfeier in der Kirche brennt die Osterkerze als Zeichen der Auferstehung.

In der Eucharistie kommt zum Ausdruck, dass die Kirche eine Gemeinschaft ist über den Tod hinaus: Sie weiß sich mit dem Verstorbenen am Tisch des Herrn vereint. Gerade die Namensnennung in den liturgischen Gebeten macht deutlich, dass der Verstorbene nicht in die Anonymität des Vergessens fallen wird.

Oftmals wird in unserer Pfarreiengemeinschaft das Gedenken für den Verstorbenen in einen der Werktagsgottesdienste integriert.

Die Beerdigung

Durch den Tod werden wir ja keineswegs voneinander getrennt, denn wir gehen alle den gleichen Weg und werden uns am gleichen Ort wiederfinden. Wir werden nie voneinander getrennt sein, denn wir leben für Christus und sind jetzt mit Christus vereint; wir gehen ja zu ihm ... Wir werden alle miteinander in Christus beisammen sein.
(Katechismus der kath. Kirche, 1690)

Die Feier des Begräbnisses ist ursprünglich eine Stationsliturgie.

1. Versammeln am Aufbahrungsort

Die Trauergemeinde trifft sich zunächst am Ort der Aufbahrung in der Aussegnungshalle (Leichenhaus, Friedhofskapelle).

Als Christen verabschieden wir uns vom Verstorbenen, indem wir ihn Gott empfehlen.
Der Sarg wird mit Weihwasser besprengt.
Es wird ein Psalm gebetet.
Dann folgen Bittrufe für den Verstorbenen.
Wo es die Örtlichkeiten erlauben, begleiten die Trauernden anschließend den Sarg zum Grab.

2. Die Trauerprozession

Die Trauergemeinde legt gemeinsam einen Weg zurück, geleitet den Toten zum Grab und hält zum Gebet inne. Diese Prozession ist oft nicht nur aufgrund örtlicher Gegebenheiten erforderlich, sondern hat auch einen tiefen Sinn: Sie erinnert an den menschlichen Lebensweg und zeigt, dass Menschen auch im Tod nicht allein sind. Alle Anwesenden setzen noch einmal ein bewusstes Zeichen ihrer Nähe zum Verstorbenen.

3. Am Grab

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Nun folgt die Beisetzung. Das Grab wird gesegnet. Das Einsenken des Sarges in die Erde wird als letzter Abschied empfunden. Wenn der Sarg ins Grab gesenkt ist, spricht der Priester das Schriftwort: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben"(Joh. 11, 25).
Dann besprengt der Priester den Sarg mit Weihwasser und spricht die Worte: "Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest Du getauft. Der Herr vollende an Dir, was er in der Taufe begonnen hat."
Dann inzensiert er den Sarg mit Weihrauch und wirft Erde auf den Sarg als Zeichen der Vergänglichkeit allen Lebens.
Als Ausdruck der Hoffnung macht er ein Kreuzzeichen über das Grab.
Fürbitten für Lebende und Verstorbene und das gemeinsam gesprochene "Vater unser" beschließen die Feier des christlichen Begräbnisses.

Siehe dazu:
"Christliche Bestattungskultur", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz, Bonn 2004 sowie
"Der Herr vollende an Dir, was er in der Taufe begonnen hat.“ Katholische Bestattungskultur angesichts neuer Herausforderungen", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz, Nr 97, Bonn 2011


Wir wollen nicht trauern, dass wir ihn verloren haben,
sondern dankbar sein, dass wir ihn gehabt haben
- und noch haben -
denn alles lebt in Gott,
und wer immer heimkehrt zum Herrn,
bleibt in der Familie
und ist uns nur vorausgegangen.

St. Hieronymus,
Kirchenlehrer, 347 - 420



Trauerbegleitung in unserer Pfarreiengemeinschaft

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Trauer ist eine Krisensituation des Menschen, in der durch den Verlust eines anderen Menschen ein Stück persönlicher und sozialer Welt zusammenbricht.

Die Sorge um die Trauernden ist nicht nur Aufgabe der hauptberuflichen Seelsorger, sondern der ganzen Gemeinde. Wo viele einsam, traurig und resigniert, hoffnungs- und hilflos sind, ist es wichtig, dass mehr und mehr Christen ihre Begabung wahrnehmen und vertiefen, andere zu stärken, zu trösten, zu ermutigen, aufzurichten und in ihnen Vertrauen und Zuversicht neu zu wecken.
("Tote begraben und Trauernde trösten", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz, 2005, S. 32, 35)

Das Seelsorgeteam ist bereit, Sie auch weiter in Ihrer Trauer zu begleiten. Sie können sich jederzeit an einen Seelsorger wenden.