Eucharistie: Mitte und Höhepunkt des Lebens der Kirche
Kommunion: Vereinigung mit Christus


Allgemein

Erstkommunionvorbereitung 2017

tabernakel-pius

Auftakt der Vorbereitungen

Alle Kinder unserer PG, die in diesem Schuljahr die 3. Klasse der Grundschule besuchen, werden zur Vorbereitung auf die Erstkommunion eingeladen.

In unserer PG bereiten sich zur Zeit 78 Kinder auf die Erstkommunion vor.

Allen Eltern ein herzliches Dankeschön, die sich als Gruppenleiter/innen die Zeit genommen haben, um den Kindern von unserem Glauben zu erzählen.

Sonntagsgottesdienst

Wichtig ist uns vor allem der wöchentliche Besuch des Sonntagsgottesdienstes. Beginnen Sie frühzeitig damit, mit ihrem Kind regelmäßig die Gottesdienste zu besuchen. Die Kinder wachsen in den Glauben hinein und bekommen ein Gespür für die Liturgie.

Elternabend

Soweit es möglich war, haben wir den Kindern der 3. Klassen ein Rundschreiben zukommen lassen, in dem die Eltern über den Beginn der Kommunionvorbereitung informiert und zum Elternabend eingeladen wurden. Dort stellten wir ihnen unser Konzept der Vorbereitung vor und besprachen wichtige organisatorische Punkte, wie z.B. den Termin der Erstkommunion.

Der Elternabend fand statt am:

  • Mittwoch, 28.09.16, 20.00 Uhr
  • Donnerstag, 29.09.16 um 20.00 Uhr
    im Pfarrzentrum St. Salvator

Familiennachmittag

Wir begannen mit einem Familien-Nachmittag im Oktober:

  • Sonntag, 16.10.16 im Pfarrzentrum St. Salvator von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
    für Kinder der Pfarreien St. Salvator, Kleinerdlingen und Holheim
  • Samstag, 22.10.16 im Pfarrheim St. Josef von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
    für Kinder der Pfarrei St. Josef
  • Sonntag, 23.10.16 in Deiningen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
    für Kinder aus Deiningen, Löpsingen und Fessenheim

Nach den Familiennachmittagen im Oktober begannen die Gruppenstunden. Insgesamt nehmen die Kinder an sechs Gruppenstunden teil, die von Müttern geleitet werden. Herzlichen Dank an alle, die sich in dieser Aufgabe engagieren.

Termine für die feierliche Erstkommunion

  • St. Salvator
    Sonntag, 23. April 2017, 9.30 Uhr
    Sonntag, 23. April 2017, 11.00 Uhr
  • St. Martin in Deiningen
    Sonntag, 23. April 2017, 10.00 Uhr
  • St. Josef in Nördlingen
    Sonntag, 30. April 2017, 10.00 Uhr
  • St. Pius in Löpsingen
    Sonntag, 30. April 2017, 10.15 Uhr
  • Christkönig in Fessenheim
    Erstkommunion im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 20.4.2017

Weiterlesen

Die Kinder unserer Pfarreiengemeinschaft sind über folgende Grundschulen verteilt:

  • Grundschule Mitte (Nö) mit Außenstelle Baldingen
  • Grundschule Hans Schäufelin (Nö)
  • Grundschule Schillerstraße (Nö)
  • St. Georg-Schule (Nö)
  • Grundschule Ederheim
  • Grundschule Deiningen
  • Grundschule Löpsingen
  • Grundschule Alerheim
  • Montessori-Schule Deiningen

Säulen des Konzepts

  • Die wichtigste Säule ist der regelmäßige Besuch des Sonntagsgottesdienstes.
    Die Kinder lernen so die Feier der Messe kennen, hören biblische Geschichten und entwickeln ein Verständnis für das Sakrament der Eucharistie.
  • Neben dem schulischen Religionsunterricht erleben die Kinder Gruppenstunden, die von Eltern gehalten werden. In kindgerechter Form werden wichtige Inhalte der Erstkommunion vermittelt.
  • Die Beichtvorbereitung ist ein wichtiges Element der Erstkommunionvorbereitung. Die Kinder werden im Advent zur Erstbeichte gehen.
  • Das Verzieren der Kommunionkerzen, Kirchenführungen oder einige Kindertage runden unser Programm ab

Gott wohnt in jedem Menschen
und wenn wir ihn finden wollen,
dann können wir ihm nur in den Tiefen unseres Herzens begegnen,
dort ist er zu Hause.

Rabindranath Tagore, (1861 - 1941)
indischer Dichter



Zum Konzept der Erstkommunionvorbereitung

tabernakel-fessenh

Die Vorbereitung verläuft in unserer Pfarreiengemeinschaft wie in den letzten Jahren nach einem gemeinsamen Konzept mit Gruppenstunden und verschiedenen anderen Aktivitäten.

Im Herbst jeden Jahres beginnt die Erstkommunionvorbereitung für die katholischen Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen im Gebiet unserer Pfarreiengemeinschaft Nördlingen.

Unser Konzept hat drei Säulen:

  • der regelmäßige Sonntagsgottesdienst
  • der Religionsunterricht
  • die außerschulischen Gruppenstunden

Weiterlesen

Die Teilnahme an der Vorbereitung und Feier der Erstkommunion setzt die Bereitschaft voraus, an den drei Säulen teilzunehmen.

Unser Schwerpunkt liegt aber nach wie vor auf dem regelmäßigen Besuch des Sonntagsgottesdienstes.

Viele Unsicherheiten und Fragen der Kinder können geklärt werden, wenn diese zusammen mit ihren Familien den Sonntagsgottesdienst besuchen. Der schulische Unterricht und die Gruppenstunden können die Erfahrungen, die Kinder während der Heiligen Messe machen, nicht ersetzen, sondern nur vertiefen. Ein regelmäßiger Besuch des Sonntagsgottesdienstes ist für uns deshalb die Voraussetzung zur Feier der Erstkommunion.

Die Kinder lernen dabei unter anderem:

  • biblische Geschichten
  • wichtige Gebete wie Vater unser und Glaubensbekenntnis
  • den Ablauf und die Haltungen in der Messe
  • die Antworten in der Messe
  • liturgische Abläufe
  • Kreuzzeichen und Kniebeuge
  • Lieder und Gebete aus dem Gotteslob.

Dieses Wissen ist unverzichtbar, wenn Kinder die Eucharistie verstehen lernen sollen.

 


Praktische Umsetzung des Konzepts

Die Erstkommunion-Vorbereitung beginnt mit einem Familiennachmittag, zu dem die Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern über den Religionsunterricht eingeladen werden.

Anschließend folgen zwischen November und März sechs Gruppenstunden, die von Müttern bzw. Vätern geleitet werden.

Die Beichtvorbereitung beginnt in der Schule Anfang November; in der ersten Adventhälfte findet dann die Erstbeichte in der Pfarrkirche statt.

Im Januar verzieren die Kinder zusammen mit einem Elternteil ihre Kommunionkerzen. Diese werden im Sonntagsgottesdienst gesegnet und können anschließend mit nach Hause genommen werden.

Ca. vier Wochen vor der Feier der Erstkommunion werden die Gewänder ausgegeben. In den Tagen vor dem Fest finden die Proben in der Kirche statt. In dieser Zeit findet auch nochmals eine Beichte statt.


Möge dein Arm nicht erlahmen,
wenn du die Hand zur Versöhnung ausstreckst.
Möge dein Fuß nie müde werden,
wenn du auf deinen Widersacher zugehst.
Mögen dir Flügel eines Engels wachsen,
wenn du von diesem Gang zurückkehrst.

Irischer Segenswunsch



Anmeldung zur Erstkommunion

tabernakel-josef

Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Schuljahr die 3. Klasse der Grundschule besuchen, werden zur Vorbereitung auf die Erstkommunion eingeladen. Die Erstkommunion-Vorbereitung findet nach einem gemeinsamen Konzept in den einzelnen Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft statt.

Eltern, deren Kinder die 3. Klasse besuchen, werden über die Vorbereitung zur Erstkommunion informiert. Ein Rundschreiben hierzu wird nach dem Schulbeginn im Herbst über die Schulen verteilt.
Diesem Rundschreiben liegt auch ein Anmeldeformular zur Kommunion-Vorbereitung bei, das bis Mitte Oktober (genaues Datum bitte dem Rundschreiben entnehmen) im Pfarramt St. Salvator oder im Pfarramt St. Josef abgegeben werden kann.

Weiterlesen

Mit der Anmeldung ihres Kindes zur Erstkommunion unterschreiben die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten:

  • dass sie mit ihren Kindern regelmäßig den Sonntagsgottesdienst besuchen;
  • dass die Kinder am katholischen Religionsunterricht teilnehmen;
  • dass die Kinder an den außerschulischen Gruppenstunden teilnehmen;
  • dass die Eltern die Beichtvorbereitung und die Beichte ihres Kindes unterstützen;
  • dass die Kinder an den Proben für den Erstkommuniongottesdienst teilnehmen;
  • dass Eltern und Kinder gemeinsam die Kerze verzieren;
  • dass das Kind im Gottesdienst das weiße Gewand der Pfarreiengemeinschaft trägt.

Es kommt mir so vor,
als ob ich nichts aus mir heraus willkürlich tun kann,
als ob ich geführt werde,
sanft, wenn ich mich füge,
rauh, wenn ich widerstehe.

Walther Rathenau, (1867 - 1922)
deutscher Politiker


  • "Katholisch für Anfänger" - Zeichentrickserie
    "Was ist die Erstkommunion?" einfach, anschaulich und humorvoll erklärt bei "katholisch.de"

    Was ist die Erstkommunion?

Rat für Eltern

Erstkommunion - Rat für Eltern

10 Regeln für Eltern der Erstkommunionkinder

Das sollten Sie bei der Erstkommunion Ihres Kindes beherzigen!

  • Erkundigen Sie sich, wie die Vorbereitung auf die Erstkommunion in ihrer Pfarrgemeinde gestaltet wird und nehmen Sie das Angebot der Pfarrgemeinde zur Information und Vertiefung in Elternabenden an.
  • Übernehmen Sie nach Möglichkeit selbst eine Kindergruppe.
  • Nehmen Sie Anteil an Ihrem Kind und daran, was es in der Kindergruppe erfährt. Das Kind muss spüren, dass Sie Interesse an den Dingen haben, mit denen es beschäftigt ist.
  • Seien Sie dafür offen, dass Ihr Kind zur Erstkommunion geht. Übertragen Sie eine eventuell vorhandene negative Einstellung gegenüber der Kirche nicht auf das Kind.
  • Führen Sie Ihr Kind zum Glauben hin. Nehmen Sie das Kind zum Sonntagsgottesdienst mit.
  • Binden Sie das Kind in die Planung zur Gestaltung des Erstkommunionstages aktiv ein.
  • Unterstützen Sie Verwandte, Bekannte und Freunde des Kindes bei der Auswahl eines Geschenkes.
  • Fördern Sie nach der Erstkommunion das Interesse des Kindes an der Teilnahme in Pfarrgemeindegruppen (Ministrantengruppe, Kinder- bzw. Jugendgruppen...).
  • Beten Sie mit Ihrem Kind; lassen Sie das Kind eigene Gebete formulieren; beziehen Sie Ihr Kind in Ihre Gebete ein.
  • Nehmen Sie die Erstkommunion Ihres Kindes auch als Chance wahr, über ihren eigenen Glaubensweg nachzudenken.

Quelle: Dr. Josef Steiner, Seelsorgereferat der Erzdiözese München und Freising


Vor Blumen und Sternen
vor Quellen und rauschenden Hainen,
neigt Euch in Ehrfurcht,
andächtig gedenkt des Einen,
der in Schöpferfülle hinter den Dingen steht.

Fridolin Hofer, (1861 - 1940)
Schweizer Dichter


Familienfeier

Der Erstkommuniontag in der Familie

Der Tag der feierlichen Erstkommunion ist für die ganze Familie ein Festtag. Die Einstimmung darauf beginnt schon Wochen vorher:

tabernakel-salvator

  • die Eltern sprechen mit ihrem Kind über die Vorbereitung der Erstkommunion im Religionsunterricht und in den Gruppenstunden
  • sie erzählen von ihrem eigenen Erstkommuniontag und zeigen vielleicht Bilder aus dem Fotoalbum
  • sie überlegen mit dem Kind, welche Gäste es gern zu diesem Fest einladen möchte (z. B. Taufpate, Großeltern, Freunde und Freundinnen), gegebenenfalls welches Lieblingsessen gekocht werden soll
  • sie nehmen sich bewusst Zeit für ihr Kind
  • sie beten mit dem Kind und für das Kind.

Die unmittelbare Vorbereitung fängt mit dem Vorabend an. Die Eltern, das Erstkommunionkind und die Geschwister können miteinander den Tisch für das Frühstück festlich schmücken, die Kleidung für den kommenden Tag herrichten und in einem gemeinsamen Abendgebet/-lied die Vorfreude auf den Festtag zum Ausdruck bringen. In der Kleidung des Erstkommunionkindes wird man sich an den Brauch in der Pfarrgemeinde halten.

Die innere Einstellung der Eltern zu dem Fest ist genauso wichtig wie die gute äußere Vorbereitung. Gerade an einem solchen Tag ist die Gefahr von Hektik und Betriebsamkeit sehr groß.

Darum ist es gut, wenn die Familie sich wirklich Zeit nimmt für ein kleines Frühstück (die Taufkerze kann dabei am Platz des Kindes aufgestellt werden) und anschließend in Ruhe rechtzeitig zur Pfarrkirche geht.

Nach der Feier des Gottesdienstes folgt das festliche Mahl zu Hause oder im Gasthaus. Die Kommunionkerze erhält einen Ehrenplatz auf dem Tisch.
Gerade an diesem Tag bringt das gemeinsame Tischgebet die innere Verbindung zwischen dem Mahl in der Eucharistie und dem Mahl im Kreise der Familie und der Gäste zum Ausdruck.

Die Gestaltung der familiären Feier sollte nicht zu sehr von den Eltern oder Gästen beeinflusst werden. Das Erstkommunionkind darf an diesem Tag wirklich im Mittelpunkt stehen und die Spiele und Unternehmungen für diesen Tag aussuchen. Es ist schön, wenn sich die Eltern und Gäste an diesem Tag auf die Ideen des Kindes einlassen.

Zu jedem Fest gehören auch Geschenke, auch zum Erstkommuniontag. Die Geschenke sollten jedoch einen Bezug zu diesem Fest haben, auf den materiellen Wert kommt es dabei nicht an. Ein Gotteslob, ein Kreuz, ein künstlerisch wertvolles Bild, ein Buch, eine schöne Schale oder ein Trinkbecher, ein persönlich gestaltetes Fotoalbum für die Erinnerungsbilder zum Erstkommuniontag sind geeignete Geschenke. Wenn Geldgeschenke gegeben werden, ist es sinnvoll, dass das Erstkommunionkind beim Gottesdienst oder bei der Dankandacht etwas für Kinder in Not weiterschenkt. Das Kind wird das um so eher tun, wenn die Eltern selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Die Dankandacht in der Pfarrkirche gehört zum Festtag mit dazu.

Quelle: "Eucharistie - Erstkommunion", erzbischöfl.. Ordinariat München


Der euch entgegentritt auf jeder Spur,
den Allerhalter nennet ihr – Natur.
Was sträubt ihr euch, ihn Gott zu nennen?
Das macht, ihr wollt ihn nicht bekennen.

Hippolyt August Schaufert, (1834 - 1872)
deutscher Dramatiker


Eucharistie

Altar Herkheim

Die Eucharistie ist die Mitte und der Höhepunkt des Lebens der Kirche.

In der Eucharistiefeier werden Brot und Wein durch die Worte Christi und die Anrufung des Heiligen Geistes zu Leib und Blut Christi gewandelt. Der Anweisung des Herrn entsprechend führt die Kirche das weiter, was er am Abend vor seinem Leiden getan hat.

Der Herr richtet an uns eine eindringliche Einladung, ihn im Sakrament der Eucharistie zu empfangen. „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch" (Joh 6,53).
(Katechismus der kath. Kirche, 1333, 1384, 1407)

Wenn die Kinder vielfach am "Weißen Sonntag" (dem ersten Sonntag nach Ostern) den Leib des Herrn zum ersten Mal empfangen (Erstkommunion), dann ist das ein Meilenstein in ihrem Glaubensleben. Dieses Fest wird "Weißer Sonntag" genannt, weil die Neugetauften dabei früher weiße Gewänder trugen.


    "Katholisch für Anfänger" - Zeichentrickserie
  • "Was bedeutet Eucharistie?" einfach, anschaulich und humorvoll erklärt erklärt bei "katholisch.de"
    Was bedeutet Eucharistie?
  • "Was ist eine Messe?" einfach, anschaulich und humorvoll erklärt erklärt bei "katholisch.de"
    Was ist eine Messe?

Eucharistie-Ökumene

Eucharistie im ökumenischen Verständnis

oekumenelogo

Die Eucharistie wird in der katholischen Kirche als Sakrament gefeiert.
Sie gilt auch bei den evangelischen Christen neben der Taufe als Sakrament.

Dieses Sakrament trägt verschiedene Namen:

  • Eucharistie: d. h. Danksagung an Gott für seine Schöpfung, für die Erlösung und Heiligung
    (Diese Bezeichnung gibt es seit dem 2. Jahrhundert.
    Sie ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche üblich).
    Sie geht auf das Dankgebet Jesu bei der Einsetzung des Sakraments zurück (Lk 22,19; 1 Kor 11,23).
  • Abendmahl: Der in den reformatorischen Kirchen übliche Name erinnert an den Abend vor seinem Leiden, als Jesus dieses Mahl stiftete (Mt 26,20; Mk 14,17; 1 Kor 11,23).
  • Herrenmahl: entsprechend einer Bezeichnung, die sich bei Paulus findet (1 Kor 11,20) - auch Titel eines Dokumentes aus dem ökumenischen Dialog
  • Brotbrechen: Beim letzten Abendmahl brach Jesus das Brot (Mt 26,26; 1 Kor 11,24).
    Am Brotbrechen erkannten die Jünger den Auferstandenen (Lk 24,30. 35).
    Brotbrechen nannten die Christen ihre eucharistischen Versammlungen (Apg 2,42-46).
  • Kommunion: d. h. Gemeinschaft: Dieses Sakrament gewährt den Teilnehmenden Gemeinschaft mit Christus und lässt Kirche als "Leib Christi" gegenwärtig werden ( 1 Kor 10. 16f).
  • Heilige Messe: Die Eucharistiefeier in der katholischen Kirche schließt mit dem Ruf "Ite missa est", d. h. "Geht, es ist Sendung".
    Die Christen sollen in Wort und Tat Zeugnis geben (Mk 6,7; Lk 10,16ff; 1 Petr 2,9).

Im Bereich der Eucharistie gibt es zwischen den beiden Konfessionen noch eine Reihe gravierender kirchentrennender Auffassungen:

  • Nach katholischer (und orthodoxer) Lehre kann bei der Eucharistiefeier nur ein geweihter Priester Brot und Wein konsekrieren. tabernakel-pius Nach evangelischer Auffassung kann im Prinzip jede/r Getaufte das Abendmahl konsekrieren.
  • Katholischer (und orthodoxer) Glaube hält fest, dass Christus auch nach der Messe im eucharistischen Brot und Wein gegenwärtig bleibt. Die konsekrierten Gaben können daher in der Kirche aufbewahrt, verehrt und Kranken in die Wohnung gebracht werden.
    Für evangelische Christen wird das, was vom Abendmahl übrig bleibt, wieder zu gewöhnlichem Brot und Wein.
  • Katholisch: In der Regel dürfen in der katholischen Eucharistiefeier nur katholische Christen die Kommunion empfangen. Ausnahmen gelten in schweren Notlagen wie etwa Todesgefahr. Katholiken ist der Empfang des Abendmahls in einer evangelischen Kirche verboten. Nach katholischer Lehre wird in den evangelischen Kirchen dieses Sakrament nicht gültig gespendet. Diese Position hat Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Ecclesia de Eucharistia (April 2003) bekräftigt. In bestimmten und gut begründeten Ausnahmefällen können katholische Priester das Sakrament der Eucharistie auch anderen Christen spenden.
    Evangelisch: Alle getauften Christen sind ohne Ausnahmen zugelassen, die auch in ihrer Heimatkirche zum Abendmahl gehen dürfen.

Quelle: Heinz Schütte: Glaube im ökumenischen Verständnis, Grundlagen christlicher Einheit, Ökumenischer Katechismus, Lembeck, Paderborn 1993
Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn und in der Zeit von 1979 bis 1981 Kommisarischer Leiter und von 1981 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, gest. 2007.


Schweigst du, so schweige aus Liebe;
sprichst du so sprich aus Liebe;
tadelst du, so tadle aus Liebe;
schonst du, so schone aus Liebe!
Lass die Liebe in deinem Herze wurzeln,
und es kann nur Gutes daraus hervorgehen.

Aurelius Augustinus (354 - 430)
Kirchenlehrer