Firmung: Gabe der Stärkung durch den Hl. Geist
Firmung: endgültige Besiegelung der Mitgliedschaft in der Kirche


Allgemein

Der Empfang der Firmung ist zur Vollendung der Taufgnade notwendig. Durch das Sakrament der Firmung werden die Getauften vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet. (Katechismus der kath. Kirche, 1285)

Allgemeine Hinweise

firmung

Firmung findet in unserer Pfarreiengemeinschaft für die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen regelmäßig alle zwei Jahre statt - die nächste also 2017.

Die Firmlinge werden nicht mehr über die Schulen angeschrieben (die Kinder sind über 11 Schulen verstreut!), sondern ausschließlich über die Sonntagsgottesdienste, den Pfarrbrief und unserer Pfarreiengemeinschaftshomepage informiert.

Wir bitten Sie, dies zu beachten und freuen uns, die Kinder ein weiteres Stück auf ihrem Lebens- und Glaubensweg begleiten zu dürfen.

 

Termine und Hinweise zur Firmung 2017

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Im Schuljahr 2016/2017 sind alle Kinder und Jugendlichen ab der 5. und 6. Klasse zur Firmvorbereitung eingeladen.

Ältere Jugendliche und Erwachsene, die noch nicht gefirmt waren und das Sakrament empfangen wollten, sind ebenfalls zur Vorbereitung herzlich eingeladen.

Wir wollen alle Firmlinge an den regelmäßigen Sonntagsgottesdienst erinnern. Dies ist uns wichtig.
Es ist die wichtigste Vorbereitung auf die Firmung.

103 Firmlinge haben sich angemeldet.

Im Oktober 2016 begann die Firm-Vorbereitung in unserer PG.
Ende März 2017 feiern wir die Firmung.

Wichtige Termine

Zurückliegende Informationstreffen zur Firmung

  • Dienstag, 11. Oktober 2016
    19.00 Uhr im Pfarrsaal St. Josef
  • Mittwoch, 12. Oktober 2016
    17.00 Uhr im Pfarrsaal St. Salvator
    19.00 Uhr im Pfarrsaal St. Salvator

Stand der Firmvorbereitung

In den letzten Monaten haben sich 103 Jugendliche unserer PG auf die Firmung vorbereitet.

An zwei Einkehrtagen – zum Teil mit Un-terrichtsbefreiung – haben wir für 77 Firmlinge viele theoretische Grundlagen gelegt: Was ist die Firmung? Wo kommt sie her? Was bedeutet sie? Wie wird sie ge-spendet und warum? Auch der Namens-patron, die Gaben des Heiligen Geistes oder der Aufbau unserer Diözese waren Themen.

Sehr positive Rückmeldungen haben wir von den rund 20 Projekten erhalten, aus denen die Firmlinge auswählen konnten, z. B.: Besuch in der Lebenshilfe, im Welt-Laden oder in der Tafel. Die Firmlinge haben hier erfahren, wie Christen ihren Glauben leben und die Welt mitgestalten. 26 Firmlinge haben das Konzept „kurz & bündig“ gewählt und sich auf die Firmung vorbereitet, indem sie ein Buch studiert und ein Arbeitsheft ausgefüllt haben.

Dass die Firmlinge die Auswahl hatten zwischen einer umfangreicheren Vorbe-reitung mit Einkehrtagen und Projekten sowie einer kompakten Form mit Selbst-studium, kam bei den Jugendlichen und ihren Familien gut an und wird in den nächsten Jahren wieder angeboten werden.

Wichtige Termine

  • Projekte und Einkehrtage:
    Termine wurden den Firmlingen per Email mitgeteilt.
  • Beichte für alle Firmlinge:
    Samstag, 18. März 2017
  • Bußandacht für Firmlinge und ihre Familien in St. Josef,
    Freitag, 24. März 2017

Termin der Firmung

  • Firmung in St. Josef:
    Sonntag, 26. März 2017, 9.00 Uhr
  • Firmung in St. Salvator:
    Sonntag, 26. März 2017, 11.15 Uhr

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Anja Konrad-Müller und Susanne Hetzl

 


Das Firmkonzept der Pfarreiengemeinschaft Nördlingen

Es umfasst folgende Punkte:

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  • Regelmäßige Teilnahme am Sonntagsgottesdienst;
  • Teilnahme am kath. Religionsunterricht in der Schule;
  • Eine Einführungsveranstaltung im Oktober;
  • Beichtvorbereitung und Beichte am Samstag vor der Firmung.
  • Darüber hinaus bieten wir in der Firmvorbereitung zwei Möglichkeiten an:
    • 1. Firmung "K&B" (Kurz und Bündig)
    • 2. Firmung "PRO" (Projektarbeit)

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Folgende zwei Varianten der Firmvorbereitung sind möglich:

1. Firmung "K&B" (Kurz und Bündig)

Im Selbststudium lesen die Firmlinge ein grundlegendes Buch über die Firmung, ihre Herkunft, Bedeutung und Feier.

Zwei Treffen mit den pastoralen Mitarbeitern dienen dem Austausch über die Inhalte des Buches.

Die Beichte vor der Feier der Firmung gehört wesentlich dazu.

 

2. Firmung "PRO" (Projektarbeit)

Eine Auftakt-Veranstaltung im November sowie ein Einkehrtag im Februar bilden den Kern der Firmvorbereitung.

Des Weiteren bereiten wir rund 30 Projekte für die Firmlinge vor, aus denen sie eine beliebige Zahl auswählen können. Filmabende, Besuche in verschiedenen Einrichtungen, Gestaltung von Gottesdiensten und vieles mehr sollen den Jugendlichen die Bedeutung der Firmung erschließen.

Die Beichte vor der Firmung gehört auch hier wesentlich dazu.

Diese Vorbereitung stellt einen gewissen Aufwand dar. Die Kinder und Jugendlichen, die sich für eine Vertiefung ihres Glaubens interessieren und gefirmt werden möchten, müssen bereit sein, sich darauf einzulassen.

 

Hinweis zum Firmpaten

Der Firmpate muss katholisch sein (Kath. Kirchenrecht CIC can. 893 §1 und 874 §1, §2), d. h. er muss getauft und gefirmt sein und der katholischen Kirche angehören. Angaben zum Firmpaten müssen bis spätestens 15. Dezember im Pfarrbüro gemacht werden.

Firmpaten, die nicht zu einer Pfarrgemeinde unserer Pfarreiengemeinschaft Nördlingen gehören, müssen eine Kirchenmitgliedschafts-Bescheinigung von ihrem Wohnortpfarramt erbringen.

Nähere Hinweise: Siehe dazu auch die Informationen unter dem Menüpunkt links: "Wer kann Firmpate sein?"

 

Wie können wir als Eltern die Sakramenten-Vorbereitung unseres Kindes unterstützen?

Diese Frage wird uns Mitarbeitern in der Pfarrgemeinde immer wieder gestellt.

Zum einen ist das religiöse Leben in der Familie wichtig.

Zum anderen bitten wir Sie um Folgendes: Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie man sich in der Kirche verhält (Weihwasser, Kniebeuge zum Tabernakel, Haltungen im Gottesdienst usw.)
Dies unterstützt unser Bemühen um die Sakramenten-Vorbereitung sehr.


Wer lächelt, statt zu toben,
ist immer der Stärkere.

Laotse, (6. Jh. v. Chr.)



Die Feier der Firmung - Ablauf der Firmung

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Die Firmung ist die Vollendung der Taufe. Das Christsein wird in der Taufe grundgelegt und in der Firmung entfaltet, gestärkt und vollendet.

Das Sakrament der Firmung wird auch als Sakrament des Heiligen Geistes betitelt.

Wie die Taufe wird die Firmung nur ein einziges Mal gespendet.

Die Firmung wird gespendet durch Salbung mit Chrisam auf die Stirn unter Auflegung der Hand. Dabei werden die Worte gesprochen: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

Die Spendung des Firmsakramentes ist eingebettet in den Firmgottesdienst.

Im Rahmen der Messfeier erfolgt die Firmspendung nach dem Evangelium und hat folgenden Ablauf.

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Der Ablauf der Firmung innerhalb der hl Messe gliedert sich wie folgt:

  • Ansprache des Firmspenders
  • Taufbekenntnis (Glaubensbekenntnis) der Firmlinge
  • Gebet um den Hl. Geist
  • Der Firmspender breitet die Hände über die Firmlinge aus und bittet um den Hl. Geist
  • Jeder Firmling tritt mit seinem Paten/seiner Patin vor den Firmspender und nennt seinen Taufnamen
  • Handauflegung und Salbung des Firmlings mit Chrisam durch den Firmspender
    • Der Firmspender legt jedem Firmling die Hand auf, taucht den rechten Daumen in den Chrisam und zeichnet damit auf die Stirn des Firmlings ein Kreuz.
      Dabei spricht er:  "N., sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."
    • Der Firmpate/die Firmpatin legt dabei die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings.
      Dadurch bringt er/sie zum Ausdruck, dass er/sie seinem/ihrem Patenkind Wegbegleiter in eine gute Zukunft sein will.
  • Fürbitten

siehe Katechismus der katholischen Kirche, Rom, 1997, 1297 ff
Katholischer Erwachsenenkatechismus, 1985, Bd.1, S. 339 ff


Das sind die Starken,
die unter Tränen lachen,
eigene Sorgen verbergen
und andere glücklich machen.

Franz Grillparzer, (1791 - 1872),
österr. Schriftsteller


  • "Katholisch für Anfänger" - Zeichentrickserie
    Die Firmung einfach, anschaulich und humorvoll erklärt bei "katholisch.de"

    Was bedeutet die Firmung?

Firmpate-wer?

Hinweise zum Patenamt - Taufpate und Firmpate

Voraussetzungen als Pate (Tauf- und Firmpate)
laut kirchlicher Vorschriften: Codex iuris canonici aus dem Jahr 1983

(Der Codex iuris canonici [Codex des kanonischen Rechts] ist das Gesetzbuch der katholischen Kirche.
Er existiert seit 1917 (Papst Benedikt XV.). Die derzeit gültige Fassung wurde 1983 von Papst Johannes Paul II. erlassen.)

 

Aussagen zum Taufpaten

Can. 872 — Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es, dem erwachsenen Täufling bei der christlichen Initiation beizustehen bzw. das zu taufende Kind zusammen mit den Eltern zur Taufe zu bringen und auch mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.

Can. 873 — Es sind nur ein Pate oder eine Patin oder auch ein Pate und eine Patin beizuziehen.

Can. 874 —
§ 1: Damit jemand zur Übernahme des Patenamtes zugelassen wird, sind folgende Voraussetzungen nötig:

  • Er muss vom Firmling (Täufling), oder dessen Eltern, oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein.
  • Er muss zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten.
  • Er muss das 16. Lebensjahr vollendet haben.
    außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint aus gerechtem Grund eine Ausnahme zulässig.
  • Er muss katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben.
  • Er muss ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.
  • Er darf mit keiner rechtmäßig verhängten oder festgestellten kanonischen Strafe behaftet sein.
  • Er darf nicht Vater oder Mutter des Täuflings sein.

§ 2: Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar nur als Taufzeuge, zugelassen werden.

Taufpaten und Firmpaten, die nicht zu einer Pfarrgemeinde unserer Pfarreiengemeinschaft Nördlingen gehören, müssen eine Kirchenmitgliedschafts-Bescheinigung von ihrem Wohnortpfarramt erbringen.

Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, können kein Patenamt übernehmen.
Da nach Can. 874 der Pate „ein Leben führen muss, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht“, werden in einigen (nicht allen) Diözesen wiederverheiratete Geschiedene nicht zum Patenamt zugelassen.

Aussagen zum Firmpaten

Can. 892 — Dem Firmling soll, soweit dies geschehen kann, ein Pate zur Seite stehen; dessen Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Gefirmte sich wie ein wahrer Zeuge Christi verhält und die Verpflichtungen, die mit diesem Sakrament verbunden sind, getreu erfüllt.

Can. 893 — § 1: Damit jemand den Patendienst ausüben darf, muss er die in can. 874 genannten Voraussetzungen erfüllen.

Can. 893 — § 2: Es empfiehlt sich, dass als Pate herangezogen wird, wer denselben Dienst bei der Taufe übernommen hat.

Am Firmtag ist es Aufgabe des Firmpaten, während der Firmung hinter dem Firmling zu stehen. Als Zeichen der Verbundenheit legt der Firmpate seine Hand auf die Schulter des Zufirmenden.

Mit diesem Zeichen kommt zum Ausdruck, was das Patenamt bedeutet:
Firmpaten haben die Aufgabe den Firmling auf dem weiteren Lebens- und Glaubensweg zu begleiten, mit ihm im Gespräch zu bleiben und ihm in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen.

Firmtag-Gestaltung

Hl. Geist als Taube

 

Die Gestaltung des Firmtages hängt von den vorgegebenen Daten (Termin, Werktag oder Sonntag, vormittags oder abends, Jahreszeit), aber auch von Familientraditionen und Brauchtum ab. Deshalb hat jeder Firmtag seine eigene Prägung.

 

 

Die folgenden Anregungen sollen Ihnen bei der Gestaltung des Firmtages helfen, wobei besonders die Wünsche des Firmlings berücksichtigt werden sollen.

  • Sobald der Termin der Firmung feststeht, werden die Eltern mit ihrem Firmling überlegen: wer zur Firmung eingeladen werden soll, in welchem Rahmen das Fest gefeiert wird, ob zu Hause oder im Gasthaus gegessen wird (evtl. um die Hausfrau an diesem Tag zu entlasten). Oft laden auch die Firmpatin oder der Firmpate an diesem Tag zum Essen ein.
  • Für den festlichen Tischschmuck eignet sich die Tauf- oder Kommunionkerze des Firmlings. Sehr sinnvoll wäre gerade an diesem Tag ein gemeinsames Tischgebet.
  • Die Frage der Geschenke für den Firmling sollte aufmerksam bedacht werden. Angemessen ist die Heilige Schrift, das "Gotteslob", ein Kreuz, Bücher oder CDs, die zur Glaubens- und Lebenssituation des Firmlings einen Bezug haben. Ein wesentliches Geschenk für den Firmling besteht darin, dass sich alle Festgäste Zeit für ihn nehmen, dass dieser Tag freigehalten wird von der Hektik des Alltags. Die offene und freundliche Zuwendung wird vom Jugendlichen dankbar angenommen werden.
  • Herkömmlicherweise spielt der Ausflug am Firmtag eine wichtige Rolle. Es kommt dabei nicht auf die Zahl der zurückgelegten Kilometer an. Dem Charakter des Firmtages würde entsprechen, auch den Besuch einer Kirche oder eines Wallfahrtsortes in den Ausflug einzubeziehen.

Der Tag sollte im Kreis der ganzen Familie ausklingen.

Quelle: Firmung, herausgegeben vom Erzbischöflichen Seelsorgereferat München, Rochusstraße 5 - 7, 80333 München


Einen Menschen wissen,
der dich ganz versteht,
der in Bitternissen
immer zu dir steht,
der auch deine Schwächen liebt
weil du bist sein;
dann mag alles brechen
du bist nie allein.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)
österr. Schriftstellerin


Firmgedanken

firmung

 

Ähnlich wie jedes Leben muss auch das in der Taufe grundgelegte christliche Leben wachsen und reifen. Der Stärkung und Vollendung der Taufe dient vor allem das Sakrament der Firmung.

Die Firmung wird gespendet durch Salbung mit Chrisam auf die Stirn unter Auflegung der Hand. Dabei werden die Worte gesprochen: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

 

Die Zeichen der Salbung und Handauflegung sagen mir:

  • Gott ist mir nah. Ich habe sein Zeichen auf der Stirn (Besiegelung).
  • Ich gehöre zu ihm. Er mag mich so, wie ich bin. Er "klopft mir auf die Schulter": mit ihm schaffe ich mein Leben; er macht mich stark.
  • Gleichgültig, was kommt: Gott steht zu mir, hinter mir.
  • Ich habe Menschen, die zu mir stehen (Paten).
  • Gott will mich für seine Kirche. Er hat einen Auftrag für mich.

Aus der Bibel

Schon die Apostel legten getauften Christen die Hände auf, um ihnen den Heiligen Geist mitzuteilen.
Die Apostelgeschichte (8,14-17) erzählt:

"Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist."

siehe dazu Erwachsenenkatechismus der deutschen Bischofskonferenz, Bd.1 S. 339 ff

 

Gefirmt: Stark gemacht


"Ich mache sie stark durch den Herrn,
und sie werden in seinem Namen ihren Weg gehen -
Spruch des Herrn"

(Sacharja 10,12)


Firmung-Ökumene

Firmung im ökumenischen Verständnis

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Die Firmung gilt in der katholischen Kirche als eines der sieben Sakramente.

Das in der Taufe grundgelegte Christsein wird in der Firmung entfaltet, gestärkt und vollendet.

Das ist die Auffassung der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche.

Die evangelische Konfirmation steht historisch zwar im Zusammenhang mit der Firmung, schließt ebenfalls mit einer Segnung durch Handauflegung, gilt aber nicht als Sakrament

Von den Kirchen der Reformation wurde die Firmung als Sakrament abgelehnt,

  • weil sich dazu kein unmittelbares Einsetzungswort Jesu Christi findet und
  • weil man meinte, die Taufe werde durch die Firmung als unvollständig hingestellt und damit entwertet.

Auch nach lutherischem Verständnis ist die Konfirmation eine Segenshandlung, die unter dem Gebet der Gemeinde vollzogen und in der Menschen die Gnade verheißen und zugesprochen wird.

Im ökumenischen Dialog der Kirchen wurde festgestellt, dass die katholische Lehre über die Firmung in keinem kirchentrennenden Widerspruch zur evangelischen Auffassung von der Konfirmation steht.

Quelle: Heinz Schütte: Glaube im ökumenischen Verständnis, Grundlagen christlicher Einheit, Ökumenischer Katechismus, Lembeck, Paderborn 1993
Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn und in der Zeit von 1979 bis 1981 Kommisarischer Leiter und von 1981 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, gest. 2007.


Es gehört mehr Kraft zum Leiden als zum Tun,
mehr Stärke zum Entbehren als zum Genießen.

Theodor Gottlieb von Hippel, (1741 - 1796),
österr. Schriftsteller