Krankensakramente: Krankensalbung - Krankenkommunion

Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.


Allgemein

Das Sakrament der Krankensalbung ist eine Stärkung, Beruhigung und Ermutigung, um die mit einer schweren Krankheit oder mit Altersschwäche gegebenen Schwierigkeiten zu überwinden.


Die Krankensalbung - Nähe und Zuversicht

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Jeder Mensch braucht immer wieder, vor allem aber in schweren Zeiten und in Krankheit: Nähe, Zuwendung und Aufmunterung. Jesu Leben zeigt eine besondere Zuwendung zu den Kranken (vgl. Mk 1, 32-34). In der Nachfolge Jesu ist der Besuch von Kranken von alters her eines der sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit (vgl. Mt 25,36). Besonderen Ausdruck findet die kirchliche Sorge um Kranke und Sterbende im Krankenbesuch, in der Krankensegnung und in der Feier der Krankensakramente: Krankenkommunion und Krankensalbung.

Die Krankenkommunion und vor allem die Krankensalbung wollen ein Zeichen der Nähe sein sowie Zuversicht, Hoffnung und Geborgenheit in Gottes Hand vermitteln. Das Sakrament Krankensalbung und seine Spendung gehört mitten in das Leben, in das Leiden, in das Bangen und Hoffen und auch in das Sterben des Menschen hinein.

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Auf diesem Hintergrund wird daher klar, dass die Krankensalbung nicht nur bei schweren Erkrankungen gespendet werden kann. Sie ist auf keinen Fall nur die letzte Stärkung vor dem nahen Tod - und damit niemals nur ein Sterbesakrament!

Das Sakrament kann getauften Gläubigen gespendet werden, die aufgrund von Krankheit in Gefahr geraten sind oder alten Menschen, deren Kräftezustand sehr geschwächt ist. Es kann auch wiederholt werden, wenn der Empfänger erneut schwer erkrankt oder auch dann, wenn bei Fortdauer derselben Krankheit eine weitere Verschlechterung eintritt.

Es ist angebracht, die Krankensalbung auch zu empfangen, wenn man vor einer schweren Operation steht.

Man kann auch Kranken, die das Bewusstsein oder den Vernunftgebrauch verloren haben, dieses Sakrament spenden. In Zweifelsfällen wird, sowohl was den Vernunftgebrauch wie den schon eingetretenen Tod angeht, die Krankensalbung erteilt.

Quellen:
"Die Sorge der Kirche um die Kranken", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz, Nr. 60, Bonn 1998
Erwachsenenkatechismus der deutschen Bischofskonferenz, 1985, Bd.1, S. 374 ff
Katechismus der katholischen Kirche, Rom 1997, 1500 ff

  

Wenn Sie für sich oder einen Angehörigen das Sakrament der Krankensalbung wünschen, dann wenden Sie sich bitte

  • an das Pfarrbüro St. Salvator

  Telefon: 09081 / 29 37 - 0
 Fax: 09081 / 29 37 - 15

  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

  • oder an das Pfarrbüro St. Josef

  Telefon: 09081 / 80 50 64 - 0
  Fax: 09081 / 80 50 64 - 15

  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Ist einer von euch krank,
dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich;
sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn
im Namen des Herrn mit Öl salben.

(Jak. 5, 14)



Wie wird die Krankensalbung gespendet?

Die Grundform der Krankensalbung hat folgenden Aufbau:

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  • Eröffnungsgebet und einführende Worte
    Der Priester begrüßt den Kranken und alle Anwesenden. Anschließend besprengt er den Kranken und das Zimmer mit Weihwasser.
  • Bußakt mit der Bitte um Vergebung der Schuld
    Wenn keine sakramentale Beichte abgelegt wird, folgt das Schuldbekenntnis.
  • Lesung aus der Heiligen Schrift und Fürbitten
  • Sakramentale Salbung auf Stirn und Hände,
    bei der der Priester spricht:
    "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen,
    er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. "
    "Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf."
  • Abschluss
    Vater unser, Segen und Ave Maria

Weiterlesen: Vorbereitungen für die Krankensalbung zu Hause

Vorbereitungen für die Krankensalbung zu Hause

Auf dem weiß gedeckten Tisch sollten stehen:

  • Kreuz
    Gott hält sich sich nicht fern,
    hält sich nicht raus aus dem Leid.
  • Kerzen
    Christus ist das Licht.
  • Blumen
    Vergänglich ist der Mensch,
    doch blüht ihm neues Leben.
  • Weihwasser
    Es erinnert an die Taufe
    und heiligt jeden Raum.

Wie alle liturgischen Handlungen hat auch die Krankensalbung Gemeinschaftscharakter. Deswegen ist es sinnvoll, wenn sie als Sakrament vom "Gebet des Glaubens, von anderen Gläubigen begleitet und mitgetragen wird".

Wer das Sakrament für sich oder einen Angehörigen wünscht, kann sich im Pfarrbüro melden.

siehe Katechismus der katholischen Kirche, Rom 1997, Nr 1517 ff

  


Wer krank wird,
ist in der Symphonie des Lebens
aus dem Takt gekommen.

Carl Ludwig Schleich, (1859 - 1922)
deutscher Arzt und Schriftsteller


  • "Katholisch für Anfänger" - Zeichentrickserie
    Krankensalbung einfach, anschaulich und humorvoll erklärt bei "katholisch.de"

    Was ist die Krankensalbung?

Krankenkommunion im Krankenhaus

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Von Jesus lesen wir in der Hl. Schrift, dass er die Kranken segnete und heilte. Er suchte die Gemeinschaft mit den Kranken und Schwachen. Er wollte ihnen nahe sein, sie trösten und stärken. Diesem Beispiel folgen seine Jünger. So erfüllen die christlichen Gemeinden seit den ersten Tagen der Kirche den Liebesdienst an den Kranken und Schwachen.

Die Pfarrgemeinde setzt ein besonderes Zeichen der Zusammengehörigkeit, wenn der Priester die Krankenkommunion bringt.

Im Krankenhaus bringen wir die Kommunion nach Absprache am Freitag nach der Abendmesse ans Krankenbett.
Bitte wenden Sie sich an die Station oder an das Pfarrbüro,


Krankenkommunion zu Hause

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Auf Wunsch wird zum Herz-Jesu-Freitag (jeder erste Freitag im Monat)
und auch sonst die hl. Kommunion ins Haus gebracht.

In den Pfarrgemeinden St. Josef und St. Martin werden monatlich Termine angeboten.
Die Termine finden Sie unter der Rubrik "Aktuelles" auf der Startseite.

Wir bitten unsere älteren und kranken Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich im Pfarramt zu melden, wenn sie den Besuch eines Priesters zur Spendung der Hl. Kommunion oder zur Krankensalbung wünschen.

Es ist ein wichtiges Anliegen, dass die Gemeinde, die sich zur Feier der Eucharistie versammelt, diejenigen nicht vergisst, die wegen ihres Alters oder wegen einer Krankheit nicht daran teilnehmen können. Die Krankenkommunion ist ein Zeichen der Verbundenheit der Gemeinde mit ihren Kranken.

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Nicht immer erfahren wir, wenn Mitglieder unserer Pfarrgemeinden krank oder bettlägerig sind. Wenn Sie in so einer Situation die Krankenkommunion empfangen möchten, melden Sie sich bitte
- bei Kaplan P. Czeslaw im Pfarramt St. Salvator oder bei
- Dr. Riese im Pfarramt St. Josef

 

Wenn Sie für sich oder einen Angehörigen die Krankenkommunion wünschen, dann wenden Sie sich bitte

  • an das Pfarrbüro St. Salvator

  Telefon: 09081 / 29 37 - 0
  Fax: 09081 / 29 37 - 15

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • oder an das Pfarrbüro St. Josef

  Telefon: 09081 / 80 50 64 - 0
  Fax: 09081 / 80 50 64 - 15

  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


Was sollte man vorbereiten?

Ein Kranker, der zu Hause die heilige Kommunion empfängt, soll spüren, dass er zur Gemeinschaft der Glaubenden gehört und an ihrer festlichen Feier in der heiligen Eucharistie Anteil hat.

Deshalb wird der Tisch mit einem weißen Tuch gedeckt und
mit Kerze(n), Kreuz und Blumen geschmückt.
Wenn möglich, sollte auch ein Gefäß mit Weihwasser und
ein Glas Wasser für den Kranken bereitstehen.

Schön ist es, wenn Angehörige und Mitbewohner an der Feier teilnehmen
und evtl. auch die heilige Kommunion empfangen.

 

Grundform der Krankenkommunion:

  • Begrüßung
  • Segnung mit Weihwasser
  • Schuldbekenntnis
  • Lesung aus der Hl. Schrift
  • Spendung der hl. Kommunion
  • Schlussgebet

Quelle: Krankensakramente, herausgegeben vom Erzbischöflichen Seelsorgereferat München, Rochusstraße 5 - 7, 80333 München

 


Möge Gott dein Schiff lenken,
wenn du bedrückt durch Stürme gehst,
er halte flach die Wellen und zeige dir das nahe Ufer.
Er sei deine Zukunft und dein Licht auf hoher See.

Irischer Segenswunsch


Versehgang

Der Versehgang - die Spendung der Krankensakramente

Die Spendung der Buße, der Krankensalbung
und der Wegzehrung
bei einem Kranken in unmittelbarer Todesgefahr

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Für jeden Menschen kommt die Stunde des Todes. Das ist bedrängend und macht Angst.
Die Botschaft der Heiligen Schrift aber sagt uns, dass Jesus durch seine Auferstehung den Tod endgültig besiegt hat. Der Tod wird so für jeden Menschen zum letzten, unwiderruflichen Schritt auf Gott hin.
Damit der Mensch diesen entscheidenden Schritt in Zuversicht und Hoffnung tun kann, soll er zugerüstet - versehen - sein.
Wird der Priester zum Versehgang gerufen, dann soll der Kranke nach Möglichkeit noch bei Bewusstsein sein, um diese Zurüstung mitvollziehen zu können.

Das Krankenzimmer sollte entsprechend hergerichtet sein (siehe: "Hinweise zur Vorbereitung der Krankensalbung" und "Krankenkommunion").

 

Grundform für die Spendung der Krankensakramente beim Versehgang:

  • Wenn erforderlich nimmt der Priester zuerst die sakramentale Beichte des Kranken entgegen, notfalls in allgemein gehaltener Form.
    Legt der Kranke keine Beichte ab, so sprechen alle Versammelten das Schuldbekenntnis.
  • Dann vermittelt der Priester dem Kranken den vollkommenen Ablass in der Sterbestunde.
  • Wenn der Zustand des Kranken es zulässt, sollte er nun das Bekenntnis des Glaubens erneuern.
  • An das Glaubensbekenntnis können sich Fürbitten für den Kranken anschließen.
  • Dann spendet der Priester das Sakrament der Krankensalbung zur Stärkung in der Todesstunde.
  • Nach dem gemeinsam gebeteten Vater unser reicht der Priester - wenn möglich - dem Kranken die heilige Kommunion als Wegzehrung, als Speise für den letzten Weg.
  • Dann spricht der Priester ein Schlussgebet und segnet den Kranken und die Anwesenden.

Quelle: Krankensakramente, herausgegeben vom Erzbischöflichen Seelsorgereferat München, Rochusstraße 5 - 7, 80333 München


Nichts auf Erden darf uns die Hoffnung rauben,
und es gibt keinen Fluch,
den der Himmel nicht in Segen verwandeln könnte.

Friedrich Martin von Bodenstedt, (1819 - 1892)
deutscher Philologe


Salbung-Ökumene

Die Krankensalbung im ökumenischen Verständnis

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Die Krankensalbung gilt in der katholischen Kirche als eines der sieben Sakramente.

Grundlage für dieses Sakrament ist das Verhalten Jesu gegenüber den Kranken und sein Auftrag zur Krankenheilung.
Im Bericht über die Aussendung der Jünger heißt es: "Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie." (Mk 6,13). Daraus hat sich die Praxis der Krankensalbung entwickelt, wie sie uns im Jakobusbrief bezeugt wird (Jak 5,14-15).

Das Zweite Vatikanum hat den ursprünglichen und umfassenden Sinn dieses Sakraments wieder herausgestellt, das jahrhundertelang als "Letzte Ölung" bezeichnet und nur bei Todesgefahr gespendet worden war.

Die evangelische Kirche kennt eine sogenannte Krankensegnung mit Gebet und Handauflegen.
Lutheraner haben die Krankensalbung kaum praktiziert, haben aber besonderes Gewicht auf die Krankenseelsorge gelegt.

Genauso wie die katholische Kirche engagiert sich die evangelische Kirche in der Krankenseelsorge, besonders in den Kliniken. Hier gibt es viel ökumenische Zusammenarbeit.

Der Dialog im Blick auf die Krankensalbung wird neben anderen Themen geführt.
Viel Trennendes gibt es in diesem Bereich nicht.

Quelle: Heinz Schütte: Glaube im ökumenischen Verständnis, Grundlagen christlicher Einheit, Ökumenischer Katechismus, Lembeck, Paderborn 1993
Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn und in der Zeit von 1979 bis 1981 Kommisarischer Leiter und von 1981 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, gest. 2007.


So oft die Sonne aufgeht
erneuert sich mein Hoffen
und bleibt, bis sie untergeht,
wie eine Blume offen.

Gottfried Keller, (1819 - 1890)
schweizer Dichter


Helfendes Gespräch?

Leitlinien für ein helfendes Gespräch bei Krankenbesuchen

Orientierungspunkte für einen Krankenbesuch

Wichtige Rahmenbedingungen, die man bei einem Besuch und beim Gespräch möglichst beachten sollte.

  • der Ort
    • Der Besuchte ist immer der Hausherr. Sie sind der Gast.
    • Warten Sie, bis Ihnen ein Sitzplatz angeboten wird.
  • der Anlass
    • Der Anlass des Besuches ist entscheidend für den Gesprächsbeginn.
  • die Situation
    • Wichtig ist immer die Situation, in der sich der Besuchte befindet.
  • das eigene Befinden
    • Wichtig ist auch das eigene Empfinden, die eigene Stimmung:
    • Gehen Sie immer als derjenige, der Sie sind, in ein Gespräch!

Voraussetzungen dafür, dass ein Gespräch als helfendes Gespräch geführt werden kann

  • "Ich nehme den anderen an, wie er ist."
  • "Ich fange da an, wo der andere steht und nehme mich selbst heraus."
  • "Ich mache dem anderen ein emotionales Angebot",
    das heißt ich nehme seine Gefühle ernst und fasse sie in Worte:
    z. B. "Ich sehe, dass Sie traurig sind."
  • "Ich verzichte auf Argumentation und Diskussion."
    Das Zuhören steht im Mittelpunkt des helfenden Gesprächs
    und nicht das Anbringen oder gar die Durchsetzung der eigenen Meinung.
  • "Ich prüfe die Emotionen, die der andere bei mir auslöst."
  • "Ich beurteile den anderen nicht nach meinen Wertmaßstäben."
  • "Ich versuche mein Gegenüber von seiner Umwelt her zu verstehen."
  • "Ich orientiere mich an dem, was der andere braucht."
    • Anteilnahme und Ermutigung
    • ein offenes Ohr
    • Zuwendung und Wertschätzung
  • "Ich sehe in dem anderen meinen Partner und nicht ein Objekt."
    Ich vergesse nicht: Ich bin in der Rolle eines Besuchers,
    nicht in der eines Therapeuten.

Körpersignale beeinflussen den Gesprächsverlauf

In der Gesprächsführung kommt auch dem Nonverbalen eine wichtige Bedeutung zu.

Sehr zu achten ist auf Körpersignale, die eine negative Wirkung erzielen können.
Dazu gehören z. B.:

  • fehlender Blickkontakt
  • zusammengesunkene Haltung
  • hektische Sprechweise
  • zu leises Sprechen
  • ständiges auf die Uhr schauen
  • unruhiges Sitzen
  • mit den Füßen wippen
  • Blick abwenden
  • abgewandte Haltung
  • verschränkte Arme

Salbung wozu?

Wissenswertes zur Salbung im kirchlichen Verständnis

Salbung in der Antike

Salbungen mit Öl spielten schon in der Antike eine große Rolle. Man salbte sich beispielsweise vor dem Ringkampf zur Glättung der Haut, Fieberkranke salbte man zur Genesung, Wunden salbte man zur Heilung. In Israel salbten Vertreter des Volkes den König, der auch "der Gesalbte" genannt wurde. Ebenso wurden Propheten gesalbt. Nach der Königszeit salbte man den Hohen Priester, später alle Priester. Jesus heißt "der Christus" - lateinisch "der Gesalbte".


Salbung und Sakramente

Die Salbung hatte in der Antike eine zeichenhafte Bedeutung. Dies bot sich auch für die Sakramente an. Gott wirkt in Sakramenten sein Heil. Zur Zeit der Jünger war die Salbung bei der Wundbehandlung üblich. Deshalb verwendeten die Apostel die Salbung als Zeichen der Heilsübertragung an Kranke: "Die Zwölf ... salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie" (Mk 6,12f.). So gehört sie auch heute noch zum Sakrament der Krankensalbung, ebenso bei der Firmung. Salbung gehört aber auch zu den Sakramenten der Taufe und zum dreistufigen Sakrament der Weihe - Diakone, Priester, Bischöfe.

Welche Öle werden verwendet?

Olivenöl, das aus der Frucht des Ölbaums gewonnen wird, wurde früher in der Liturgie bevorzugt. Seit 1970 können auch andere pflanzliche Öle verwendet werden.

Die hervorgehobene Bedeutung des Öls zeigt sich

  • in einer eigenen Weihe der Öle, die für die Sakramentenspendung verwendet werden
  • und in ihrer Bezeichnung als "heilige Öle".

In der katholischen Kirche werden diese "heiligen Öle" in der "Chrisam-Messe" in der Karwoche - häufig am Gründonnerstag - vom Bischof geweiht. Vor der Weihe des "Chrisam-Öls" - vom griechischen Wort "Chrisma" "Salbung" - werden dem Öl Balsam oder andere aromatische Stoffe beigemischt. Ursprünglich wurde Chrisam für die Spendung der Firmung und bei der Taufe verwendet, in der lateinischen Kirche wird es ebenso für die Spendung des Weihesakraments gebraucht. Der Bischof weiht bei der Ölweihe auch das sogenannte Katechumenen-Öl für die Spendung der Taufe und das Krankenöl für die Krankensalbung.


Gott mit Dir beim Niederlegen.
Gott mit Dir beim Aufstehen.
Gott mit Dir beim Strahl des Lichts,
gibt es doch keinen Lichtstrahl ohne ihn.

überliefert aus dem Irischen


Ablass?

Zum "vollkommenen Ablass"

Aus dem Katholischen Erwachsenenkatechismus:

"Eng mit dem Sakrament der Buße verbunden ist die kirchliche Lehre und Praxis vom Ablass. Unter einem Ablass versteht man die Nachlassung zeitlicher Strafen von Sünden, deren Schuld bereits vergeben wurde. Der Ablass setzt also die persönliche Umkehr, bei schweren Sünden den Empfang des Sakraments der Buße und beim vollkommenen Ablass außerdem den Empfang der Kommunion voraus. Denen, die bestimmte auferlegte Werke verrichten (vor allem Gebet, Besuch von Wallfahrtskirchen), wird der Ablass von der Kirche gewährt aufgrund des Schatzes der Genugtuung Jesu Christi und der Heiligen."

"Diese Lehre und Praxis des Ablasses ist heute vielen Christen nur noch schwer verständlich. Will man diese Lehre tiefer verstehen, dann muss man sie aus ihren geschichtlichen Wurzeln und in ihren größeren sachlichen Zusammenhängen begreifen." ...

"Ein besonderes Problem stellt sich beim sogenannten vollkommenen Ablass, also der Nachlassung aller zeitlichen Sündenfolgen. Er setzt, soll er in dieser vollkommenen Weise wirksam werden, eine so vollkommene Disposition voraus, wie sie normalerweise wohl sehr selten gegeben sein wird - es sei denn in der Stunde des Todes, wenn ein Christ sein Leben ganz in die Hände Gottes, seines Schöpfers und Erlösers, zurückgibt. Hier haben das Sakrament der Krankensalbung und der Sterbeablass ihren Ort." (KEK I, S. 372, 374)