Taufe: Aufnahme in die katholische Kirche
Taufe: Beginn des Glaubensweges


Allgemein

Terminabsprache zur Taufe

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres Kindes! Alles Gute für Ihr Kind und Sie!
Das Leben in der Gemeinschaft mit Christus beginnt mit der Taufe. Sie ist die Grundlage des ganzen christlichen Lebens, das Eingangstor zu den anderen Sakramenten.

Die Taufe soll nach Möglichkeit am Sonntag gefeiert werden, das heißt an dem Tag, an dem die Kirche das Gedächtnis der Auferstehung begeht.

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Wenn Sie Ihr Kind zur Taufe anmelden wollen, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro, um einen Tauftermin zu vereinbaren.
Der Taufe geht ein Taufgespräch voraus, für das ein Termin bei der Anmeldung festgelegt wird. Zum Taufgespräch benötigen wir die Geburtsurkunde Ihres Kindes und das Stammbuch.

Das Sakrament der Taufe wird in unserer Pfarrei St. Salvator in der Regel gespendet

  • am Sonntag im Anschluss an den letzten Gottesdienst

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Taufe in allen anderen Pfarrgemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft

Festgesetzte Tauftermine gibt es nicht. Wenn Sie ihr Kind in unserer Pfarreiengemeinschaft taufen lassen wollen, dann wenden Sie sich bitte

  • an das Pfarrbüro St. Salvator


 Telefon: 09081 / 29 37 - 0
  Fax: 09081 / 29 37 - 15

  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • oder an das Pfarrbüro St. Josef

  Telefon: 09081 / 80 50 64 - 0
Fax: 09081 / 80 50 64 - 15

  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen;
so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
deut. Dichterfürst



Ablauf der Taufe

"Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." (Mt 28, 19)

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Drei Bestandteile sind bei jeder Taufe unverzichtbar - übrigens nicht nur in der katholischen, sondern auch in der protestantischen Kirche:

  • das apostolische Glaubensbekenntnis
  • das Übergießen mit Wasser (beziehungsweise das Eintauchen oder Untertauchen in Wasser)
  • die Formel: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

 

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Ablauf der Kindertaufe

Eröffnung der Feier

  • Eröffnungsgespräch mit Eltern und Paten
    • Frage nach dem Namen des Kindes
    • kurzes Gespräch mit Fragen und Hinweisen

Wortgottesdienst

  • Schriftlesung und Ansprache
  • Gebet für das Kind
    • Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen
    • Litanei (Anrufung der Heiligen)
    • Fürbitten
    • Gebet um Schutz vor dem Bösen
  • Salbung mit Katechumenenöl oder/und Handauflegung

Spendung der Taufe

  • Vorbereitung der Taufe
    • Segnung des Wassers als Zeichen des Lebens
    • Glaubensfragen an Eltern und Paten
    • Glaubensbekenntnis
  • Taufe
    Der Zelebrant gießt dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings (oder taucht das Kind ein) und spricht dabei
    "N. ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
  • Deutende Zeichen
    • Salbung mit Chrisam
    • Anziehen des weißen Kleides
    • Entzünden der Taufkerze

Abschluss der Tauffeier

  • Vater Unser und Segen

siehe Katechismus der katholischen Kirche, S. 1234 ff


Es ist eine große Verantwortung, sagt die Vorsicht.
Es ist eine enorme Belastung, sagt die Erfahrung.
Es ist das größte Glück, sagt die Liebe.

Es ist unser Kind, sagen wir.
Einzigartig und kostbar.

unbekannter Verfasser


  • "Katholisch für Anfänger" - Zeichentrickserie
    Die Taufe einfach, anschaulich und humorvoll erklärt bei "katholisch.de"

    Was bedeutet Taufe?

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Hinweise zum Patenamt - Taufpate und Firmpate

Voraussetzungen als Pate (Tauf- und Firmpate)
laut kirchlicher Vorschriften: Codex iuris canonici aus dem Jahr 1983

(Der Codex iuris canonici [Codex des kanonischen Rechts] ist das Gesetzbuch der katholischen Kirche.
Er existiert seit 1917 (Papst Benedikt XV.). Die derzeit gültige Fassung wurde 1983 von Papst Johannes Paul II. erlassen.)

 

Aussagen zum Taufpaten

Can. 872 — Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es, dem erwachsenen Täufling bei der christlichen Initiation beizustehen bzw. das zu taufende Kind zusammen mit den Eltern zur Taufe zu bringen und auch mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.

Can. 873 — Es sind nur ein Pate oder eine Patin oder auch ein Pate und eine Patin beizuziehen.

Can. 874 —
§ 1: Damit jemand zur Übernahme des Patenamtes zugelassen wird, sind folgende Voraussetzungen nötig:

  • Er muss vom Firmling (Täufling), oder dessen Eltern, oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein.
  • Er muss zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten.
  • Er muss das 16. Lebensjahr vollendet haben.
    außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint aus gerechtem Grund eine Ausnahme zulässig.
  • Er muss katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben.
  • Er muss ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.
  • Er darf mit keiner rechtmäßig verhängten oder festgestellten kanonischen Strafe behaftet sein.
  • Er darf nicht Vater oder Mutter des Täuflings sein.

§ 2: Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar nur als Taufzeuge, zugelassen werden.

 

Taufpaten und Firmpaten, die nicht zu einer Pfarrgemeinde unserer Pfarreiengemeinschaft Nördlingen gehören, müssen eine Kirchenmitgliedschafts-Bescheinigung von ihrem Wohnortpfarramt erbringen.

Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, können kein Patenamt übernehmen.
Da nach Can. 874 der Pate „ein Leben führen muss, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht“, werden in einigen (nicht allen) Diözesen wiederverheiratete Geschiedene nicht zum Patenamt zugelassen.

 

Aussagen zum Firmpaten

Can. 892 — Dem Firmling soll, soweit dies geschehen kann, ein Pate zur Seite stehen; dessen Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Gefirmte sich wie ein wahrer Zeuge Christi verhält und die Verpflichtungen, die mit diesem Sakrament verbunden sind, getreu erfüllt.

Can. 893 — § 1: Damit jemand den Patendienst ausüben darf, muss er die in can. 874 genannten Voraussetzungen erfüllen.

Can. 893 — § 2: Es empfiehlt sich, dass als Pate herangezogen wird, wer denselben Dienst bei der Taufe übernommen hat.

Taufe-Vorbereitung

Vorbereitungen zur Taufe

Bei der Vorbereitung einer Taufe müssen einige Dinge beachtet werden.

johannes der täufer

Sie müssen:

  • Einen Namen für das Kind wählen und sich über den Namenspatron kundig machen
  • das Kind zur Taufe anmelden und mit dem zuständigen Pfarrer einen Termin festlegen
  • die notwendigen Unterlagen bereit legen: Geburtsurkunde des Kindes, Taufscheine und Trauungsschein der Eltern und die Kirchenzugehörigkeit der Paten (Patenschein)
  • sich klar werden, wer aus kirchlicher Sicht Taufpate sein kann und den Paten auswählen
  • Im Taufgespräch wird geklärt:
    - Bedeutung und Ablauf der Taufe,
    - Aufgabe der Eltern und Paten,
    - Gestaltung des Gottesdienstes,
    - Klären praktischer Fragen, z. B. Taufkleid, Fotografieren in der Kirche, ...
  • Taufkerze:
    Das Licht ist ein Symbol für Christus selbst. Die Taufkerze trägt in der Regel die Jahreszahl der Taufe sowie die griechischen Buchstaben Alpha und Omega. Das sind der erste sowie letzte Buchstabe im griechischen Alphabet und bedeuten: "Ich bin der Anfang und das Ende"!
    Neben diese Initialen, die auch auf der Osterkerze zu finden sind, kann man auch den Namen des Täuflings auf die Taufkerze schreiben. Damit wird gewissermaßen das ganze Leben als Christ, das in der Taufe grundgelegt wird, unter das Zeichen Christi gestellt.

    Die Paten können die Taufkerze auch schenken, die dann zur Erstkommunion, zur Firmung oder zur Hochzeit, entzündet werden kann und damit an den Anfang erinnert.

Taufe-Ökumene


Die Taufe im ökumenischen Verständnis

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Die Taufe wird in der katholischen Kirche als Sakrament gefeiert.
Auch bei den Evangelischen gilt die Taufe neben der Eucharistie ebenfalls als Sakrament

Die Taufe wird mit Wasser im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen.
Sie wird normalerweise von einem ordinierten Amtsträger vorgenommen, wenngleich unter bestimmten Umständen auch andere taufen können.

Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine - konkrete - Gemeinschaft ist, erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession. Es gibt keine ökumenische Taufe.

Die Taufe erfolgt nur einmal. Sie ist unwiederholbar, weil Gott den Menschen ein für allemal in die Kirche aufnimmt. Auch beim Wiedereintritt in die Kirche oder beim Wechsel zu einer anderen christlichen Konfession bleibt die bereits empfangene Taufe gültig.

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Was bewirkt die Taufe?

Durch die Taufe geschieht:

  • Die Eingliederung in die Kirche (1 Kor 12,3),
  • die Reinigung von der Ursünde und von persönlichen Sünden. (1 Kor 6,11;  Apg 2,38;  22,16),
  • Gerechtsprechung und Heiligung (Tit 3,5;  1 Petr 1, 3-23),
  • die Teilnahme am neuen Leben Christi (Röm 6,3-5;  Kol 2,12).

Wann wird man getauft?

Der Mensch empfängt die Taufe im Glauben.

In der orthodoxen, der römisch-katholischen, der anglikanischen, der altkatholischen Kirche und in den meisten Reformationskirchen ist die Taufe von Kleinkindern üblich.
Baptisten und andere Freikirchen hingegen taufen Menschen nur auf das persönliche Bekenntnis ihres Glaubens hin.

Taufe, Firmung und Eucharistie bilden eine Einheit. Durch diese Sakramente bewirkt der Hl. Geist die volle Eingliederung in die Kirche.
Dies betont die orthodoxe Kirche sehr stark, auch die römisch-katholische Kirche hält daran fest.

Es gibt in diesem Bereich keine gravierenden unterschiedlichen Auffassungen.

Quelle: Heinz Schütte: Glaube im ökumenischen Verständnis, Grundlagen christlicher Einheit, Ökumenischer Katechismus, Lembeck, Paderborn 1993
Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn und in der Zeit von 1979 bis 1981 Kommisarischer Leiter und von 1981 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, gest. 2007.


Segen über ein neugeborenes Kind:

Ich netze deine Stirn mit heiligem Wasser,
mit drei Tropfen netze ich sie
und taufe dich im Namen der Dreifaltigkeit.

Kraft des Windes sei mit dir
Kraft des Mondes und der Sterne.

Güte des Meeres sei mit dir
Güte der Erde und des Himmels.

Liebe der Menschen sei mit dir
und Freundlichkeit und nie ein Harm.

Mögest du einst ruhen in weichen Kissen,
in den Händen des Herrn, deines Erlösers.

Volksgut
19. Jahrhundert


Taufe-Anerkennung

Elf Kirchen erkennen wechselseitig die Taufe an

Die gegenseitige Anerkennung der Taufe berührt das Fundament,
auf dem der christliche Glaube ruht.

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Seit dem Jahr 2007 erkennen in Deutschland elf christliche Religionsgemeinschaften ihre Taufen gegenseitig an. Während eines ökumenischen Gottesdienstes im Magdeburger Dom unterzeichneten am Sonntag, den 29. April 2007, deren Vertreter eine entsprechende Erklärung. Sie wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutschen Bischofskonferenz, von orthodoxen und altorientalischen Kirchen sowie Freikirchen in Deutschland gemeinsam erarbeitet.

"Trotz Unterschieden im Verständnis von Kirche" betonen die beteiligten Kirchen "ein Grundeinverständnis über die Taufe". Deshalb erkennen sie "jede nach dem Auftrag Jesu im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit der Zeichenhandlung des Untertauchens im Wasser beziehungsweise des Übergießens mit Wasser vollzogene Taufe an" und freuen sich über jeden Menschen, der getauft wird. "Die so vollzogene Taufe ist einmalig und unwiederholbar".

Zwar existierten seit etwa 30 Jahren in Deutschland Vereinbarungen zwischen einzelnen evangelischen Kirchen und römisch-katholischen Diözesen zur wechselseitigen Anerkennung der Taufe, aber eine umfassende Vereinbarung zwischen EKD und der Deutschen Bischofskonferenz fehlte.

Als Ort für die Unterzeichnung wurde der Magdeburger Dom deshalb gewählt, weil er eine besondere taufgeschichtliche Bedeutung besitzt. Dort befindet sich nämlich ein Porphyrbecken, das Kaiser Otto der Große (936-973) aufstellen ließ. Der Stein wurde bereits für Taufen vor den großen Spaltungsprozessen der europäischen Christen genutzt und ist ein Symbol für die Einheit der Taufe.

Folgende Kirchen haben diesem gemeinsamen Text zugestimmt:

  • Äthiopisch-Orthodoxe Kirche
  • Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland
  • Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland
  • Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen
  • Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
  • Evangelische Kirche in Deutschland
  • Evangelisch-methodistische Kirche
  • Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
  • Orthodoxe Kirche in Deutschland
  • Römisch-Katholische Kirche
  • Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Einige Kirchen wie z. B. Baptisten, Mennoniten, Adventisten, die Heilsarmee u. a. schlossen sich der Vereinbarung nicht an. Ein Grund für die Zurückhaltung liegt in der theologischen Wertung der Kindertaufe.

Text der Erklärung:

"Jesus Christus ist unser Heil. Durch ihn hat Gott die Gottesferne des Sünders überwunden (Römer 5,10), um uns zu Söhnen und Töchtern Gottes zu machen. Als Teilhabe am Geheimnis von Christi Tod und Auferstehung bedeutet die Taufe Neugeburt in Jesus Christus. Wer dieses Sakrament empfängt und im Glauben Gottes Liebe bejaht, wird mit Christus und zugleich mit seinem Volk aller Zeiten und Orte vereint. Als ein Zeichen der Einheit aller Christen verbindet die Taufe mit Jesus Christus, dem Fundament dieser Einheit. Trotz Unterschieden im Verständnis von Kirche besteht zwischen uns ein Grundeinverständnis über die Taufe.

Deshalb erkennen wir jede nach dem Auftrag Jesu im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit der Zeichenhandlung des Untertauchens im Wasser bzw. des Übergießens mit Wasser vollzogene Taufe an und freuen uns über jeden Menschen, der getauft wird. Diese wechselseitige Anerkennung der Taufe ist Ausdruck des in Jesus Christus gründenden Bandes der Einheit (Epheser 4,4-6). Die so vollzogene Taufe ist einmalig und unwiederholbar.

Wir bekennen mit dem Dokument von Lima: Unsere eine Taufe in Christus ist „ein Ruf an die Kirchen, ihre Trennungen zu überwinden und ihre Gemeinschaft sichtbar zu manifestieren“ (Konvergenzerklärungen der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen, Taufe, Nr. 6)."

Lebenswertes Leben?

Was ist Leben in unserer modernen Gesellschaft noch wert?

 

Jedes Kind: Gottes Ebenbild - von Anfang an

Du bist Gottes Ebenbild,
in dir schaut Gott mich an
mit seiner Güte
und mit den Wundern
seiner Schöpfung.


Ich staune über dich,
du wunderbares Geschöpf.


In deinem Lächeln
lacht Gott mich an.


In deinen Bewegungen
streckt Gott mir
seine Hand entgegen.

 

Kind in der Waagschale

Ein (ungeborenes) Kind in der Waagschale.
Was ist es noch wert?

 

Bildausschnitt - Hochaltar von St. Salvator

 

 

In deinem Schreien
ruft mir Gott zu
mit den Stimmen
der ganzen Schöpfung.


Gut, dass du da bist
und dass es dich gibt!


In deinem Gesicht
lese ich wie in einem Buch
von der Zärtlichkeit Gottes.


Kleines Menschenkind -
Wunder des Lebens,
Wunder der Schöpfung,
Ebenbild Gottes.

Autor unbekannt


Es gibt kein lebensunwertes Leben

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"Jeder einzelne Mensch, der zu leben beginnt, ist von Gott geliebt und von Gott dazu gewollt, dass er ein ewiges Leben erlangt, in welchem es keinen Tod mehr gibt und keine Klage. Jeder Mensch ist unser Nächster. Daher gilt das Hauptgebot auch ihm: "Ebenso wichtig ist das zweite Gebot: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Mt 22,39).

Wenn schon nach dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter der ganz Fremde, niedergeschlagen am Wegesrand, jedem Menschen ein Nächster ist, für den das Hauptgebot der Nächstenliebe gilt, wieviel mehr ist das Kind im Mutterleib für die Mutter der Nächste.

Einen Menschen, auch wenn er noch nicht geboren ist, nicht wollen, nicht lieben gegen den Willen und gegen die Liebe Gottes, das ist darum nicht zu verantworten. Tatsächlich aber geschieht das in der Abtreibung.

Und bedenkt man, dass in der Ewigkeit kein Mensch mehr einen Rollstuhl braucht, dass es dort keine leiblich oder geistig behinderte Menschen mehr gibt, sondern dass alle teilhaben an der Herrlichkeit des verklärten Christus, dann müssen wir sagen: Es gibt kein lebensunwertes Leben.

Das gilt auch für die unheilbar Kranken. Denn was sind die Leiden dieser Zeit verglichen mit der ewigen Herrlichkeit! Selbst leidvolles Leben und ein schmerzvolles Sterben wird verwandelt in der Verähnlichung mit Christus."

Quelle: "Wähle das Leben", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz 1982, S. 7


Gott will, dass jeder Mensch lebt

"Jedem von uns Menschen, der lebt, ist die Möglichkeit gegeben, sein eigenes Leben zu führen, das in der ganzen Menschheitsgeschichte unwiederholbar und einzigartig ist. ...

Aber immer, wenn ein ungeborenes Kind getötet wird, wird eine einmalige und unwiederholbare Lebensgeschichte abgebrochen und so verhindert. Unser eigenes Leben mit seinen vielfältigen Erfahrungen ist nur möglich, weil wir die Chance haben, es zu leben.

Aber so wie wir selbst ist jeder andere Mensch vom Augenblick der Entstehung an in seiner Einmaligkeit von Gott gewollt und geliebt, mit einem persönlichen Auftrag und einer Zukunftsaufgabe bedacht. Ein solches Leben zu vernichten, macht uns alle ärmer. ... Wir zerstören so den Anspruch auf unbedingten Respekt vor der Würde des Menschen."

Quelle: "Für das Leben", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz 1986, S. 10 f


Mensch von Anfang an

"Menschliches Leben besitzt von Anfang an eigene Würde, eigenes Recht und eigenständigen Schutzanspruch, der durch die Rechte anderer oder besondere ihm entgegenstehende Umstände nicht aufgewogen werden kann.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung steht das ganze Leben eines Menschen auf dem Spiel.

Es steht in Frage, ob ein menschliches Leben mit all seinen unvorhersehbaren Erfahrungen und Erlebnissen, seinem zukünftigen Glück und Leid, mit all den menschlichen Beziehungen, in denen es sich entfalten kann, mit aller möglichen Freude für sich und für andere sein darf oder nicht.

Der Gedanke einer Abwägung der verschiedenen auf dem Spiel stehenden Güter ist hier völlig fehl am Platz.

Denn es geht bei der Abtreibung nicht um ein einzelnes Gut, sondern um das Leben selbst, das für jeden von uns, ob geboren oder ungeboren, Voraussetzung aller anderen Güter des Lebens, aller persönlichen Wertungen, bewussten Pläne oder individuellen Zielsetzungen ist."

Quelle: "Menschenwürde und Menschenrechte von allem Anfang an", Veröffentlichung der deut. Bischofskonferenz 1996, S. 5