Gottesdienste

Aktuelle Gottesdienste der einzelnen Pfarrgemeinden (Wochenpläne)

 

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Gottesdienst


 

Gottesdienstplan für ca. 3 Monate (Hauptgottesdienste aller Pfarreien)

 

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Gottesdienst

 

 

 

 

Aktuelle Gottesdienste im Fernsehen (Jahresplan ZDF)

 

Gottesdienst

 


 

Gottesdienste in unserer Pfarreiengemeinschaft Nördlingen
nach Pfarrgemeinden

Übersicht

St. Salvator

Sonntag

09.30 Uhr

10.45 Uhr

Hinweis:

17.00 Uhr

19.00 Uhr

Pfarrgottesdienst (St. Salvator)

Hl. Messe (St. Salvator)

Während der Sommermonate nur ein Gottesdienst um 10.00 Uhr

Vesperandacht (Klosterkapelle)

Abendmesse (St. Salvator)

Montag

19.00 Uhr

Abendmesse (St. Salvator)

Dienstag

06.30 Uhr

17.00 Uhr

Hl. Messe (Klosterkapelle)

Gebetskreis (Klosterkapelle) (außer Ferien!)

Mittwoch

06.30 Uhr

Hl. Messe (Klosterkapelle)

Donnerstag

10.00 Uhr

18.30 Uhr

19.00 Uhr

Hl. Messe (Altenheim St. Vinzenz)

Beichtgelegenheit (St. Salvator)

Abendmesse (St. Salvator)

Freitag

06.30 Uhr

17.00 Uhr

18.00 Uhr

Hl. Messe (Klosterkapelle)

Ökum. Friedensgebet (St. Georg o. St. Vinzenz)

Krankenhauskapelle - Hl. Messe oder Wortgottesfeier

Samstag

17.30 Uhr

18.00 Uhr

Rosenkranz (St. Salvator)

Vorabendmesse (St. Salvator)

St. Anna Herkheim

Sonntag

08.30 Uhr

Hl. Messe (14-tägig)

Samstag

19.00 Uhr

Vorabendmesse (14-tägig)

St. Johannes der Täufer Kleinerdlingen

Sonntag

08.45 Uhr

Hl. Messe

St. Michael Holheim

Sonntag

10.00 Uhr

Hl. Messe (14-tägig)

Samstag

19.00 Uhr

Vorabendmesse (14-tägig)

 

St. Josef

Sonntag

10.00 Uhr

Hl. Messe

Dienstag Sommerzeit

18.30 Uhr

19.00 Uhr

Rosenkranz

Abendmesse

Dienstag Winterzeit

17.30 Uhr

18.00 Uhr

Rosenkranz

Abendmesse

Samstag

17.30 Uhr

18.00 Uhr

Rosenkranz

Vorabendmesse

 

St. Martin Deiningen

Sonntag

9.00 Uhr

Hl. Messe

Mittwoch

18.30 Uhr

19.00 Uhr

Rosenkranz

Abendmesse

 

Christkönig Fessenheim und St. Pius Löpsingen

 

Christkönig Fessenheim

St. Pius Löpsingen

Sonntag

08.45 Uhr - Hl. Messe (14-tägig)


10.15 Uhr - Hl. Messe (14-tägig - alle 4 Wochen Wortgottesfeier

10.15 Uhr - Hl. Messe (14-tägig - alle 4 Wochen Wortgottesfeier)

08.45 Uhr - Hl. Messe (14-tägig)


Wortgottesfeier

Hinweise zur Wort-Gottes-Feier

Neben der Eucharistiefeier kennt die Kirche die Wort-Gottes-Feier als eigenständige Gottesdienstform.

christkoenig-altar

Die Eucharistiefeier (hl. Messe) besteht aus vier Teilen:

  • Eröffnung
  • Wortgottesdienst
  • Eucharistiefeier
  • Entlassung

Unter Wort-Gottes-Feier verstehen wir im Unterschied zum Wortgottesdienst der hl. Messe eine eigenständige Liturgieform, in deren Mittelpunkt die Verkündigung und die Feier des Wortes Gottes steht.

Wortgottesfeier vor allem an Werktagen

Das Zweite Vatikanische Konzil empfiehlt nachdrücklich solche Gottesdienste vor allem für die Werktage der geprägten Zeiten (Advents- und Weihnachtszeit, Fasten- und Osterzeit).

In der Konstitution über die hl. Liturgie vom 04.12.1963, Nr. 35, 4 heißt es:
"Zu fördern sind eigene Wortgottesdienste an den Vorabenden der höheren Feste, an Wochentagen im Advent oder in der Quadragesima sowie an den Sonn- und Feiertagen, besonders da, wo kein Priester zur Verfügung steht; in diesem Fall soll ein Diakon oder ein anderer Beauftragter des Bischofs die Feier leiten."

Eine sehr alte Form der Wort-Gottes-Feier hat sich in der Liturgie des Karfreitags erhalten.

 

An Sonntagen

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Seit den Tagen der Apostel versammeln sich die Christen am ersten Tag der Woche (= Sonntag) zur Feier der Eucharistie, die für sie unverzichtbar ist.
Der Mangel an Priestern hat auch in unserer Pfarreiengemeinschaft dazu geführt, dass die sonntägliche Eucharistiefeier nicht mehr in jeder Gemeinde möglich ist.

Dabei muss klar bleiben:
Zur Eucharistiefeier gibt es keine Alternative. Es ist nicht so, als könne man zwischen zwei gleichwertigen Möglichkeiten wählen. Das muss spürbar sein.
Eine Wort-Gottes-Feier soll nur dort an die Stelle der sonntäglichen Messfeier treten, wo die Eucharistie nicht gefeiert werden kann und der nächste Ort, an dem die heilige Messe gefeiert wird, unzumutbar weit entfernt ist. Die Regelung dafür trifft der jeweilige Diözesanbischof.

 


 

Möglicher Aufbau einer Wort-Gottes-Feier

Eröffnung

  • Einzug – Gesang zur Eröffnung
  • Kreuzzeichen – Liturgischer Gruß – Einführung
  • Christusrufe (Kyrie-Litanei)
  • Eröffnungsgebet

Verkündigung des Wortes Gottes

  • Erste Lesung
  • Psalm (Gesang)
  • (Zweite Lesung)
  • Ruf vor dem Evangelium
  • Evangelium
  • Auslegung und Deutung
  • Stille

Antwort der Gemeinde

  • (Glaubensbekenntnis)
    (Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte)
  • Friedenszeichen
  • Kollekte
  • Lobpreis und Bitte
  • Sonn-(Fest-)täglicher Lobpreis
  • Hymnus
  • Fürbitten (Allgemeines Gebet)
  • Vaterunser
  • Loblied/Danklied

Abschluss

  • Mitteilungen
  • Segensbitte
  • Entlassung
  • (Abendlied, Morgenlied, Marienlied)
  • Auszug

 

Quellen:
- Deutsches Liturgisches Institut, http://www.liturgie.de/wortgottesfeier/index.php?datei=formen und
  http://www.liturgie.de/wortgottesfeier/index.php?datei=aufbau&optionen=druckversion
- Konzilstext: KONSTITUTION ÜBER DIE HEILIGE LITURGIE (SACROSANCTUM CONCILIUM), Rom, Vatican, 04.12.1963

Aufbau der hl. Messe

Der Aufbau der heiligen Messe

Die heilige Messe besteht in gewisser Hinsicht aus zwei Teilen - dem Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier - die jedoch so eng miteinander verbunden sind, dass sie eine einzige Gottesdienstfeier bilden. Dazu kommen noch jene Teile, welche die Feier eröffnen und beschließen. Jeder Teil will helfen, dass die Versammelten ihr Herz zu Gott erheben.

Ablauf der heiligen Messe - Übersicht

1. Eröffnung

  • Einzug des Priesters und der Ministranten
  • Kniebeuge
  • Altarkuss (Zeichen der Verehrung des Altares)
  • Begrüßung der Gemeinde und Einführung
  • Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte
  • Kyrie ("Herr, erbarme dich")
  • Gloria (entfällt im Advent, in der Passionszeit und an Werktagen)
  • Tagesgebet

2. Wortgottesdienst

  • 1. Lesung (aus dem AT)
  • Zwischengesang
  • 2. Lesung (aus dem NT)
  • Zwischengesang (Halleluja-Ruf)
    Im deutschsprachigen Raum wird vielfach (Werktage) eine der beiden Lesungen weggelassen.
  • Evangelium
  • Predigt (nur an Sonn- und Feiertagen)
  • Glaubensbekenntnis (nur an Sonn- und Feiertagen sowie bei besonderen festlichen Gottesdiensten)
  • Fürbitten

3. Eucharistiefeier

  • Gabenbereitung / Kollekte
  • Gabengebet
  • Eucharistisches Hochgebet
    • - Präfation
    • - Sanctus (Heilig)
    • - Wandlung (Brot und Wein werden verwandelt in den Leib und das Blut Christi)
  • Vater unser
  • Friedensgebet und Friedensgruß
  • Brechen des Brotes
  • Kommunion
  • Besinnung und Dank
  • Danklied
  • Schlussgebet

4. Entlassung

  • Segen
  • Entlassung
  • Auszug

Erläuterungen zum Aufbau der hl. Messe

Eröffnung

licht-fessenh

"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." (Mt 18,20)
Die Gemeinschaft hilft, die Gegenwart des Herrn zu erfahren. Es braucht Zeit und Aufmerksamkeit, um die Sinne zu öffnen und vor Gott hinzutreten. Dem dient die liturgische Eröffnung der Messe. Sie will in vielfältiger Weise die versammelte Gemeinschaft auf die Feier einstimmen und vorbereiten: im gemeinsamen Kreuzzeichen bezeugen die Versammelten ihre Taufe auf den dreifaltigen Gott. In der Besinnung bekennen sie, dass sie Anlass zur Umkehr haben. Im Kyrieruf und im Gloria preisen sie Gott, der ihnen seine Liebe schenkt. Das Tagesgebet schließt die Eröffnung ab.

Wortgottesdienst

"Lebendig ist das Wort Gottes." (Hebr 4,12)

Der erste Hauptteil der hl. Messe ist der Wortgottesdienst.

In den Lesungen spricht Gott zu seinem Volk. Jesus Christus ist in seinem Wort inmitten der Gläubigen gegenwärtig. Das Wort Gottes im Alten Testament führt uns zu Jesus Christus; er hat selbst daraus gelebt. Die Schriften der Apostel geben Zeugnis von Menschen, die die Botschaft von Jesus Christus hörten und danach lebten, im Evangelium spricht Jesus Christus selbst zu uns, er wird gegenwärtig durch seine Worte und Taten. Wer Jesu Wort in sich einlässt, erfährt seine verwandelnde Kraft. Er fühlt sich gedrängt, darauf zu antworten. Die Antwort der ganzen Gemeinde kommt in den Gesängen nach den Lesungen, im Zeugnis dessen, der predigt, im gemeinsamen Bekenntnis des Glaubens und im Fürbittgebet zum Ausdruck.

Eucharistiefeier

"In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken." (Präfation)

Der zweite Hauptteil der hl. Messe ist die Eucharistiefeier.

Eucharistie heißt Danksagung. Alle Gebete, Lieder und Gesten dieses Teiles sind geprägt von der Grundhaltung des Lobpreises und des Dankes: In der Gabenbereitung werden Brot und Wein, Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit, Anlass, Gott zu preisen. Denn Jesus Christus hat sie zu Zeichen seiner leibhaften Gegenwart erwählt.

Im großen Dankgebet (Eucharistisches Hochgebet) preist die versammelte Gemeinschaft die Großtaten Gottes: Er ist der Schöpfer. Er hat seinen Sohn gesandt und für uns dahingegeben - bis in den Tod am Kreuz. Er hat ihn von den Toten erweckt. Er hat den Heiligen Geist gesandt und durch ihn die Gemeinschaft der Gläubigen, die Kirche, begründet.

papstkommunion

Diese Liebe Gottes hat ihre Mitte gefunden im Tun Jesu beim letzten Abendmahl, in dem er sich selbst als Brot des Lebens und als Kelch des Heiles dargeboten hat. Diese Liebe Gottes preist und bekräftigt die Gemeinde am Ende des Eucharistischen Hochgebetes durch ihr Amen.

In der hl. Kommunion findet die Eucharistiefeier ihre Vollendung: Die Versammelten empfangen - entsprechend bereitet und durch das Vaterunser und den Friedensgruß eingestimmt - den Leib (und das Blut) Christi. Sie erleben so dankbar die Gemeinschaft, die Gott stiftet.

Entlassung

"Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern." (Mt 28,19)

"Heilige Messe" kommt vom Lateinischen "missa" und bedeutet "Sendung".

Die verwandelnde Kraft der Nähe und Liebe Gottes soll sich auswirken. Die Versammelten werden gesandt, Versöhnung und Liebe im Alltag zu leben. Dazu empfangen sie den Segen Gottes.

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Liturgische Gewänder

Liturgische Gewänder

Geschichtliche Entwicklung

Besondere liturgische Gewänder gibt es in fast allen Religionen.

Die liturgische Kleidung im katholischen Bereich entwickelte sich aus der Alltagskleidung der Römer.

Bis zur Völkerwanderungszeit gab es keine scharfe Trennung der liturgischen Gewänder von der römischen Alltagskleidung (Tunika, Paenula).

Die eindringenden Germanen brachten in den westlichen Mittelmeerraum ihre Kleidung mit: Hose, Hemd und Wams. Diese setzte sich auch bei der romanischen Bevölkerung durch – nicht jedoch in der Liturgie.

Als im Jahre 380 das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich erhoben wurde und die Kirchengebäude damit auch öffentlich zugänglich waren, wurde auch die Liturgie zunehmend repräsentativer. Auch die im Gottesdienst getragenen Gewänder wurden kostbarer.

Seit der Spätantike sind die Paramente dem Grunde nach gleich geblieben, wurden allerdings durch Moden beeinflusst. Sie wurden in der Folgezeit oft aus kostbaren Stoffen (Samt, Brokat oder Damast) und kostbaren Materialien wie Seide gefertigt.

Das Anlegen der liturgischen Gewänder

Vor der Eucharistiefeier bekleidet sich der Priester in der Sakristei mit den liturgischen Gewändern in dieser Reihenfolge:

  • Schultertuch
  • Albe
  • Zingulum
  • Stola
  • Messgewand (Kasel)

 

Hinweise zum liturgischen Gewand

 

Das Schultertuch

schultertuch

Beim Schultertuch handelt sich um ein rechteckiges oder auch quadratisches Tuch (ca. 60 x 80 cm), das über Hals, Schulter und Brust getragen wird. Es wird daher auch, von dem lateinischen Begriff humerus (= Schulter) her, Humerale genannt.

Es ist an zwei Ecken mit Bändern versehen. Als liturgisches Gewand wird es vom Bischof, Priester und Diakon bei der Heiligen Messe und anderen Gelegenheiten vor der Albe angelegt.

Es hat die Aufgabe, den Schweiß von Albe und Messgewand fernzuhalten. In der kalten Jahreszeit soll es etwas wärmen.

Symbolik: Das Schultertuch ist sprechendes Zeichen für den Auftrag des Herrn zur Nächstenliebe. Die Kälte der Lieblosigkeit muss ferngehalten, das Böse abgewehrt werden.

 

Die Albe

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Die Albe (von lateinisch albus: weiß) ist das liturgische Grundgewand. Sie geht zurück auf die antike Tunika und ist ein knöchellanges Gewand aus weißem oder heute auch naturfarbenem Leinen. Sie wird mit einem Gürtel (Zingulum) gehalten; es sei denn, sie ist so angefertigt, daß man sie auch ohne Gürtel tragen kann.

Die Albe erinnert an das Taufkleid und die weißen Gewänder der Johannesoffenbarung (Offb 19,14).

 

Das Zingulum

Das Zingulum ist ein Strick, der als Gürtel die Albe rafft. Es kann als einfacher Strick oder als Ledergürtel bandförmig oder kordelartig sein; gewöhnlich ist es mit Quasten am Rand versehen. Es soll seinen Träger daran erinnern, dass er sich auf den Weg machen muss. Mit gegürtetem Gewand feierten die Juden das Paschamahl. Auch Jesus mahnt seine Jünger."Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, ... (Lk 12,35-40)

Mit dem Zingulum wird ie Albe festgehalten und geschürzt, dass sie gleichmäßig fällt. Bei den sog. "Zugalben" oder auch bei den "Mantelalben", die auf die Größe des Trägers zugeschnitten sind, ist das Zingulum nicht mehr nötig.

Als breites Stoffband in verschiedenen Rangfarben werden Zingula auch von den Klerikern über der Soutane getragen. Dann ist es ein breites Band aus edlem Stoff. So trägt ein Priester ein schwarzes, ein Bischof ein violettes, ein Kardinal ein scharlachrotes und der Papst ein weißes Zingulum um seine Soutane.

 

Die Stola

stola

Anders als die Albe hat sich die Stola nicht aus einem Kleidungsstück entwickelt. Sie war schon im römischen Reich ein Ehren- und Amtszeichen für höhere Beamte und gilt heute als "liturgisches Amtszeichen" für Diakon, Priester und Bischof.

Die Stola ist ein etwa 2,50 m langer schmaler Stoffstreifen, also ein schalartiges, beiderseits etwa knielanges Gewandstück.

Die Stola weist den Priester als kirchlichen Amtsträger aus. Es soll klar werden, dass der Priester nicht aus eigener Vollmacht handelt, sondern im Auftrag Christi.

Bischof, Priester und Diakon tragen sie bei allen Sakramentsfeiern, Wortgottesdiensten, Andachten und Segenshandlungen, die sie leiten.

Die Stola wird u. U. (etwa am Krankenbett, im Beichtstuhl) direkt über der Alltagskleidung oder der Albe, bei der Messe gewöhnlich unter dem Messgewand in der liturgischen Farbe des Tages angelegt. Vor der Liturgiereform wurde die Stola vom Priester vor der Brust überkreuzt, vom Bischof immer schon in der heutigen Form getragen.

Die Stola des Diakons wird diagonal über Brust und Rücken getragen, liegt auf der linken Schulter auf und wird unter dem rechten Arm gebunden.

In der Barockzeit wurde eine kürzere Form der Stola bevorzugt, während man heute wieder bei der Langform angekommen ist.

Das Überreichen der Stola gehört zu den feierlichen Riten der Diakonenweihe und der Priesterweihe. Die Stola ist das Zeichen des priesterlichen Amtes.

Symbolisch gilt die Stola des Priesters als "Joch Christi" (iugum christi), das er tragen will (vgl. Mt. 11,29).

 

Das Messgewand - die Kasel

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Das Messgewand, auch die Kasel genannt, (von lat. casula = "Zelt", "Häuschen"), wird gedeutet als Erinnerung an das Zeltheiligtum, das die Israeliten bei ihrer Wüstenwanderung mit sich führten (vgl. 2. Mose 33,7).

Die Kasel stammt von der römischen Paenula ab. Sie entstand aus einem profanen Obergewand, das bei den Griechen und Römern im Gebrauch war.

Die Kasel ist ein ärmelloser Überwurf mit Kopfausschnitt, meist in der liturgischen Farbe des Tages oder Anlasses, oft kostbar bestickt. Im Gegensatz zur Kirche des ersten Jahrtausends ist die Kasel heutzutage fast nur zur Feier der Heiligen Messe in Gebrauch (eine der wenigen Ausnahmen ist die Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitag).

Ursprünglich war die Kasel ein Obergewand, das den Priester vollständig bekleidete, ohne Öffnungen an den Seiten. Auch diente sie nicht nur bei der Messe, sondern auch bei anderen Kulthandlungen als Gewand.

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Im 12. Jahrhundert wurden dann die Kaseln an beiden Seiten etwas ausgeschnitten, so dass die Hände benutzt werden konnten, ohne das Gewand zu raffen. Die Kaseln endeten so nach vorn und hinten in einer Spitze. Später wurde die alte Form in die steife und vorn geschweift zugeschnittene verändert (sog. römische oder „Bassgeigen“-Kasel). Heute werden in der Regel wieder die sogenannten gotischen Kaseln verwendet.

Für die Casula verwendet man meist Damast und Samt aus Seide. In älterer Zeit waren auch orientalische Gold- und Seidengewebe, in der Antike auch einfache Leinen- oder Baumwollstoffe gebräuchlich.

Das Gewand ist auf der Vorderseite mit einem vertikalen Streifen und auf der Rückseite (oft auch auf beiden Seiten) mit einem Kreuz (früher mit einem schief aufsteigenden Querbalken, als Gabelkreuz) belegt. Seit dem hohen Mittelalter führte man diese Zierde oft in prächtiger Stickerei aus.

Moderne gotische Messgewänder sind oft sehr einfach gehalten, deshalb werden auch schön bestickte Stolen über dem Messgewand getragen.

Die Farbe des Messgewandes hängt seit dem Mittelalter zumeist von den Festen und Zeiten im Kirchenjahr ab und richtet sich nach den liturgischen Farben: Weiß, Rot, Grün, Violett sowie Rosa oder Schwarz.

Quelle: Wikipedia


Wer die Lehre Christi begreift,
hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel,
der bis dahin nicht wusste,
dass er Flügel besitzt
und nun plötzlich begreift,
dass er fliegen kann
und nichts mehr zu fürchten braucht.

Leo Tolstoi, 1828 - 1910
russischer Schriftsteller


Das Kirchenjahr - Überblick

Das Kirchenjahr der katholischen Kirche

Glaubensverkündigung im Rhythmus des Jahreskreises

 

kirchenjahr

Vorbemerkung

Das bürgerliche Jahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Abweichend davon, beginnt das Kirchenjahr schon vier Wochen früher mit dem 1. Adventssonntag, der zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember liegt. Das Kirchenjahr endet mit dem Christkönigsfest, dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent.

Bestimmt wird der Rhythmus des Kirchenjahrs durch die Hochfeste: Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

Jedem dieser großen Hochfeste geht eine unterschiedlich lange Vorbereitungszeit voraus:

  • Der Advent (lateinisch = Ankunft) bereitet auf das Weihnachtsfest vor
  • die Fastenzeit bereitet auf das Osterfest vor
  • die Zeit von Christi Himmelfahrt an bereitet auf das Pfingstfest vor.

 

 

 

Aufbau des Kirchenjahrs und der Heiligenfeste

Der Weihnachtsfestkreis

  • Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent.
    Der Weihnachtsfestkreis beginnt mit dem ersten Adventssonntag und endet mit dem Fest der Taufe des Herrn (also am Sonntag nach dem Fest Epiphanie am 6. Januar).
    Eine Verbindung zu Weihnachten gibt es noch am 2. Februar, Lichtmess, 40 Tage nach Weihnachten.
  • Zwischen dem 6. Januar und dem Aschermittwoch folgen die Sonntage im Jahreskreis. Diese werden nach dem Sonntag nach Pfingsten fortgeführt. Sie zählen zu der übrigen Zeit im Jahreskreis.

Der Osterfestkreis

  • Der Osterfestkreis beginnt mit der Fastenzeit (Aschermittwoch) und endet am Pfingstsonntag.
    Die Fastenzeit hat 6 Sonntage. Die Fastenzeit schließt mit der Karwoche (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag). Dann folgt Ostern.
  • Die Osterzeit, als Teil des Osterfestkreises, beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten.

Die (übrige) Zeit im Jahreskreis

  • Die übrige Zeit im Jahreskreis umfasst die Sonn- und Werktage außerhalb der durch den Weihnachts- und Osterfestkreis geprägten Zeiten.
  • Zu den Wochen und Sonntagen im übrigen Jahreskreis zählen demnach:
    - die Wochen nach dem Sonntag der Taufe des Herrn bis zum Aschermittwoch und
    - von Pfingsten bis zum Beginn des Advents.

    Sie sind eine Einheit und werden von 1 bis 34 durchgezählt.

  • Das Kirchenjahr endet mit dem Christkönigssonntag, dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent

Die Heiligenfeste im Jahreskreis

Bestimmt wird das Kirchenjahr weiterhin durch den Heiligenkalender. Der Gedenktag eines Heiligen ist meistens sein Todestag. Dieser ist nämlich nach christlicher Auffasung der Geburtstag zum ewigen Leben.

Die Heiligenfeste werden an den Werktagen des gesamten Jahreskreises gefeiert.

Anfangs wurden besonders Apostel und Blutzeugen verehrt. Später kamen Männer und Frauen dazu, die ihren Glauben vorbildlich gelebt haben.
Deshalb können die Heiligen Ansporn für unser eigenes christliches Leben sein. Viele Menschen bitten die Heiligen auch um Fürsprache.

Das Kirchenjahr - in ökumenischer Sicht

Das Kirchenjahr endet bei den Katholiken mit dem Christkönigssonntag, bei den evangelischen Kirchen mit dem Toten- oder Ewigkeitssonntag.

Die evangelische und die katholische Kirche haben weitgehend den gleichen Festkalender.

In den Gottesdiensten werden Lesungen aus dem Alten und dem Neuen Testament nach einer bestimmten Lesordnung ausgewählt.
Die Leseordnungen differieren zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche.


Es ist ungemein wichtig und nützlich,
selbst in einem kleinen Wirkungskreis
als gutes Beispiel zu wirken,
denn auf diese Weise beeinflusst man
Dutzende und Hunderte von Menschen.

Fjodor M. Dostojewski, 1821 - 1881
russ. Schriftsteller