Pfarrkirche zur Enthauptung des Heiligen Johannes d. T. in Kleinerdlingen

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Die Kirche wurde von 1822-24 vom bayerischen König Max Joseph I. in Auftrag gege­ben und finanziert. Ihr klassizistischer Baustil ist im Innern geprägt von einem erhöhten säulenge­schmückten Altarraum und einem schlichten flachgedeckten Kirchen­schiff in eleganter Würde und bester Akustik.

Ursprünglich war sie der Hl. Dreifaltigkeit geweiht. Im Mittelpunkt des ersten Hochaltars war die Dreifaltigkeit abgebildet.

Heute trägt die Kirche den Namen "Johannes der Täufer". Die Erklärung dafür liegt im geschichtlichen Erbe von Kleinerdlingen.

Von 1250 bis1808 war das Schloss in Kleinerdlingen (heute Privatbesitz) Sitz einer Kommende des Johanniter-Ordens. Aus diesem Grunde  wurde die Kirche in Kleinerdlingen, im Zuge der Restaurierungen dem hl. Johannes dem Täufer geweiht.

Die Inneneinrichtung des heutigen Gotteshauses ist das Ergebnis von drei tiefgreifenden Eingriffen in ihre  jeweilige Ausstattung.

Der jetzige Hochaltar stammt aus der zweiten Ausstattung und ist auf das katholische Eucharistieverständnis ausgerichtet. Das Allerheiligste thront in der Mitte des Hochaltares. Die ganze Kirche ist auf diesen Punkt hin ausgerichtet.

Der höchste Punkt des Hochaltares ist die Nachbildung der Petersdomkuppel. Auch der Pelikan im Dreieck, dem Zeichen der allerheiligsten Dreifaltigkeit über dem Allerheiligsten ist ein Zeichen dafür, dass sich Christus selbst für uns Menschen geopfert hat.

Neben der Monstranz sind die Hochzeit zu Kanaa und die Speisung der Fünftausend abgebildet.

Über dem Hochaltar erhebt sich eine Kuppel, die mit ihrer Öffnung das Licht für den Altarraum spendet.

Der hl. Johannes rechts und die Marienstatue links neben dem Hochaltar stammen aus dem Jahr 1885, zählen zur zweiten Ausstattung und gehörten ursprünglich zu den Seitenaltären.

Die heutigen Seitenaltarbilder sind Teil der ersten Ausstattung.

Leider sind die Kanzel - die im Stil zum Hochaltar passen würde - sowie die ursprünglichen Aufbauten der Seitenaltäre verloren gegangen.

Der Taufstein in der Mitte der Kirche soll das Zeichen dafür sein, dass man durch die Taufe zu rein wird und zu Christus kommt.

Der barocke Kreuzweg stammt aus dem Jahr 1859.

Der heilige Leonhard, der Patron gegen die Viehseuchen, und der heilige Sebastian kamen erst kürzlich wieder an ihren alten angestammten Platz zurück.

 

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Gesegnet sei die Stille!
Denn in ihr wirst du mich reden hören.

Khalil Gibran, 1883- 1931
amerik. Dichter, Maler, Philosoph