seit 1868 ein religiöses Zentrum in unserer Pfarrei!
segensreich für die Stadt Nördlingen, ihr Umfeld und weit darüber hinaus


Allgemein

Die Anfänge

sternluftbildIn der unmittelbaren Nachbarschaft, gleichsam im Schatten der Salvatorkirche, liegen Kloster und Schulzentrum Maria Stern.

Schon vor seiner Gründung war "das Kloster" - wie es in der Bevölkerung genannt wird - eng mit der Pfarrei verbunden, war es doch Stadtpfarrer Michael Wildegger, der sich 1867 an die damalige Generaloberin der Franziskanerinnen von Maria Stern in Augsburg wandte und um Schwestern bat, die sich der Schulbildung der katholischen Jugend widmen sollten.

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Die seit 1258 bestehende, im Geist des heiligen Franziskus lebende Gemeinschaft hatte sich nach jahrhundertelangem "beschaulichem Leben" seit 1828 der Arbeit in den Schulen zugewandt und war bereit, diese Aufgabe in Nördlingen zu übernehmen. Nach einigem Zögern gab auch der evangelisch dominierte Stadtmagistrat seine Zustimmung.

  • Am 4. Dezember 1867 erteilte Bischof Pankratius von Dinkel die Genehmigung und
  • am 2. Juni 1868 erfolgte die Bestätigung durch König Ludwig II. von Bayern.

Wenige Wochen später bezogen drei Sternfrauen und eine Kandidatin die Nördlinger Niederlassung, ein kleines Haus in der Hinteren Reimlinger Gasse Nr. 6 (heute steht auf diesem Platz das Altenheim St. Vinzenz).

Aber schon nach wenigen Monaten reichten die Räume nicht mehr aus. Als daher in der Hüttengasse der Gasthof "zum goldenen Reh" und ein Nachbarhaus zum Kauf angeboten wurden, erwarb das Kloster Maria Stern diese Anwesen.

Mitte Juli siedelten die Schwestern in die neue Wohnung über, wo mit einer "Arbeits- und Privatelementar- und Fortbildungsschule" sowie einer "Kleinkinderbewahranstalt" eine bewegte Schulgeschichte ihren Anfang nahm.


Es gibt unzählige Wege, dem Herrn zu dienen. 
Es gibt auch einen für dich.

Papst Johannes XXIII., 1881 - 1963
Papst von 1958 - 1963



Schulgeschichte

sternfassadeIm Lauf der Jahrzehnte entwickelten sich verschiedene Schulformen,

  • so eine "Höhere Töchterschule" (1897),
  • ein Kindergärtnerinnenseminar mit Kindergarten (1906)
  • und eine private kaufmännische Schule (1918).

Nach der Zwangsschließung durch die Nationalsozialisten dienten die Schulräume wie schon im ersten Weltkrieg als Lazarett.

Doch konnte bereits im November 1945 wieder mit dem Unterricht im Kindergärtnerinnenseminar, dem schon bald ein zweiter Kindergarten und ein Hort angeschlossen wurden, begonnen werden.

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Aus diesem Seminar entstand im Jahre 1973 die Fachakademie für Sozialpädagogik, seit 1975 in der Trägerschaft des Schulwerks der Diözese Augsburg.

Die sofort nach Kriegsende errichtete dreistufige Mädchenmittelschule wurde ab 1959 vierstufig, seit 1999 sechsstufig geführt, nachdem seit Beginn des Schuljahres 1986/87 auch Knaben in die Realschule Maria Stern aufgenommen werden.

Die durch wachsende Schülerzahlen verstärkte Schulraumnot hatte bereits 1983 zum Abbruch des Schulgebäudes und zum Bau eines neuen Gebäudekomplexes am bisherigen Ort geführt.

Zwischenzeitlich hat die Trägerschaft der Schule das Schulwerk der Diözese Augsburg übernommen.

 

Christliche Fundierung

Der bereits verstorbene Diözesanbischof Josef Stimpfle sagte bei der Einweihung des Schulzentrums: "Die Diözese Augsburg weiß das treue Bemühen der Sternschwestern und der weltlichen Lehrkräfte in Unterricht und Erziehung wohl zu würdigen und will mit diesem erneuerten Schulzentrum die Voraussetzungen schaffen, dass sie ihrer hohen Bildungs- und Erziehungsaufgabe auch in Zukunft gerecht werden können. Religiöse, geistliche und sittliche Werte zu vermitteln, gehört zur wesentlichen Aufgabe einer christlichen Schule. In einer Zeit der Säkularisierung und Liberalisierung, in der diese Werte immer mehr schwinden, gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Unsere Eltern wünschen über die Vermittlung von vielerlei Wissen hinaus eine ganzheitliche Bildung, die den heranwachsenden Menschen in seine wesenhafte Beziehung zu Gott stellt, seinem Schöpfer und Erlöser, seinem Ursprung und Ziel, und ihn zu einem Höchstmaß an menschlicher und christlicher Reife führt. Entsprechend dem Geist des Ordensgründers, des hl. Franziskus, möge diese Schul- und Erziehungsgemeinschaft mit Freude und Zuversicht ihrer weiteren Arbeit entgegensehen und dazu Gottes Beistand und Geleit erfahren."

 

Näheres über die Schule und das Schulzentrum von Maria Stern erfahren Sie auf der:

 


Klosterkapelle

sternkapelle

Geistlicher Mittelpunkt der Schwesterngemeinschaft von Maria Stern ist die zu Gebet und Sammlung einladende Kapelle. Wer vom Brettermarkt seinen Weg zur Neubaugasse nimmt oder vom Weinmarkt in die Neubaugasse einbiegt, kann die schlicht wirkende Klosterkapelle mit dem bescheidenen Türmchen nicht übersehen.

Die vom Architektenbüro Schulz und Hüttner, Augsburg, gebaute Kapelle mit den Glasfenstern von Prof. Georg Bernhard und den aus der alten Kapelle übernommenen Evangelistenfenstern lädt zum Innehalten, zur Meditation und zum Gebet ein. Den Altarraum und das Kreuz am Ambo gestaltete Steinbildhauer Friedrich Koller aus Laufen.

Mittelpunkt der Kapelle ist der Tabernakel, wo Christus in der Brotsgestalt, die uns alle verbindet, gegenwärtig ist und der in seiner Form den Erdball und den ganzen Kosmos versinnbildlicht.

Dem Ordensgründer Franz von Assisi war es ein Anliegen, dass der Lobpreis Gottes nie verstummt. So preist er Gott in seinem


Sonnengesang

Du höchster, allmächtiger, guter Herr,
Dein ist der Lobpreis und Ruhm,
die Ehre und jeglicher Segen,
Dir allein, Höchster, gebühren sie.
Lobet und preiset meinen Herrn voll Dankbarkeit
und dienet ihm in tiefer Demut.

1.Strophe aus dem Sonnengesang des heiligen Franziskus


Die Kapelle ist über die Klosterpforte erreichbar

 

Beten im Kloster Maria Stern in Nördlingen

sternaltar

 

Der Lobpreis Gottes ist auch das Anliegen der Schwestern von Maria Stern, die sich zu früher Morgenstunde mit Gläubigen aus der Stadt zur Feier der Eucharistie, der großen Danksagung, versammeln. Täglich beten sie das kirchliche Stundengebet und bringen so die kleinen und großen Anliegen als Bitten, Dank und Lobpreis vor Gott, gleichsam in Fortsetzung der Klostergemeinschaften, die im Ablauf der Stadtgeschichte in der Stadt beteten und wirkten.

 

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Als eine Insel der Stille an der stark befahrenen Neubaugasse lädt die Kapelle auch Passanten ein,

  • kurz Rast zu halten,
  • die Betriebsamkeit abzulegen,
  • vor dem Tabernakel in persönlichem Gebet Kraft zu schöpfen
  • und zur Ruhe zu kommen.

Die Kapelle ist über die Klosterpforte erreichbar

  • von 9 - 12 Uhr und
  • von 14 - 16 Uhr
  • Gottesdienst- und Gebetszeiten können telefonisch erfragt werden.

Nähere Auskünfte erhalten Sie

 Telefon: 09081 / 87 07 - 0