Zur Gemeinde Deiningen

Die Gemeinde Deiningen ist ein Ort mit dörflicher Struktur und ca. 2000 Einwohnern.

Deiningen besteht aus dem eigentlichen Dorf, dem ca. 1 km entfernt gelegenen Gutshof Klosterzimmern, sowie dem Hohof und Möderhof. Es hat ca. 800 katholische und etwa gleich viel evangelische Christen.

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In Deiningen gibt es zwei Kirchen:

  • die katholische St. Martinskirche (aus dem Jahre 1320)
  • die evangelische Erlöserkirche (aus dem Jahr 1961).

Zur Pfarrei St. Martin

Der Pfarrei St. Martin in Deiningen sind noch die Pfarrgemeinden Christkönig in Fessenheim und St. Pius in Löpsingen angegliedert.

Seit Januar 2010 gehören sie alle zusammen zur Pfarreiengemeinschaft Nördlingen.

Ansprechpartner für Informationen, Fragen und Wünsche zu unserer Pfarrgemeinde ist das Pfarrbüro St. Josef.


Zur Kirche St. Martin

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Die katholische Kirche St. Martin liegt im südlichen (ehemals rein katholischen) Dorfteil von Deiningen und prägt mit ihrer dominanten Erscheinung das gesamte Dorfbild.

Turm und Kirche bilden mit dem Pfarrhaus, dem Pfarrrheim, dem Pfarrhof und dem ehemaligen Friedhof innerhalb der Ringmauer ein denkmalgeschütztes Ensemble.

Der älteste Teil der Kirchenanlage ist der mächtige Turm. Er wurde etwa um 1320 erbaut. Die mehr als 2 m dicken Wände des Untergeschosses wurden wahrscheinlich auf noch älteren Bauresten errichtet. Das oberste Geschoss mit der Glockenstube wurde im Jahr 1702 aufgesetzt.

 

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Das Kirchenschiff stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der älteste Teil dieses Kirchenraumes ist der ursprünglich gotische Chorraum.

Der alte Friedhof innerhalb der Ringmauer um die Kirche wurde 1861 endgültig aufgelöst. Heute hat er eine durchgehende Rasenfläche, in der die Denkmäler für die Gefallenen der beiden Weltkriege stehen.

Von 1616 bis 1961 diente die St.-Martins-Kirche sowohl den katholischen wie auch den evangelischen Christen als Simultaneum und gemeinsame Pfarrkirche.

 

Zur Renovierung des Kirchturms von St. Martin

Nachdem vom Landratsamt Donau-Ries die denkmalpflegerische Erlaubnis erteilt wurde, haben im Herbst 2012 die Sanierungsarbeiten am Turm unserer Pfarrkirche St. Martin begonnen.

Bis zur Traufe des Turmes wurde ein Schwerlast-Gerüst samt Lastenaufzug und Wetterschutzdach errichtet.

Als erste Maßnahme ist die statische Abfangung des Turmdaches und die provisorische Sicherung der Außenwände der Glockenstube notwendig, damit anschließend die verfaulten Bodenbalken und das schwer geschädigte Fachwerk aus Eichenholz an der Westseite sowie an der Südwest- und Nordwestecke erneuert werden können.

Die Zifferblätter der Turmuhr wurden demontiert und erhalten in der Werkstatt einer Fachfirma ihre neue Farbfassung.

Nach den Feststellungen eines Experten des Landesamtes für Denkmalpflege, des Bauforschers Dr. Aumüller, wurde der Dachstuhl des Kirchenschiffes aus Tannenholz gebaut, welches im Jahr 1480 gefällt wurde. Schon damals hatte die Kirche dieselbe Länge wie heute. Im mittleren Abschnitt des Daches (Bereich Turm) stammen die Sparren und vermutlich auch die Binder aber erst aus dem Jahr 1662.

Am Mauerwerk des Turmes sind im zweiten Obergeschoss eine ganze Reihe von Kalksteinquadern verbaut, welche vorher nachweislich zu Gebäuden der Römer gehörten.

Hubert Koukol

 

Zur katholischen Pfarrei St. Martin in Deiningen gehören auch die beiden katholischen Pfarrkirchen Christkönig in Fessenheim und St. Pius in Löpsingen


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Christkönig
Katholische Pfarrkirche
in Fessenheim

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St. Pius
katholische Pfarrkirche
in Löpsingen


Die heutige Welt
verlangt von den Christen,
dass sie Christen bleiben.

Albert Camus, 1913 - 1960
franz. Schriftsteller