Pius - der Namensgeber

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Die Kirche trägt den Namen von Papst Pius X. (1835  - 1914, Papst von 1903 - 1914).

Pius heißt in der Übersetzung "Der Fromme".

Papst Pius X. gilt als Reformer und wurde vor allem bekannt als Seelsorger, ein innerlicher und frommer Mann, klar und verständlich in seiner Rede, der die Nähe einfacher Menschen suchte. Sein Wahlspruch lautete: "Alles in Christus erneuern". 
Im Jahre 1954 wurde er heilig gesprochen.

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Als Vermächtnisse seines Pontifikats können gelten:

  • Er forderte von allen Gläubigen, häufiger die Heilige Kommunion zu empfangen. Bis dahin war es für das gemeine Kirchenvolk üblich, nur einmal jährlich während der Osterfeiertage das Abendmahl zu empfangen.
  • Er setzte das Mindestalter für die Erstkommunion von zwölf auf sieben Jahre herab und wurde so zum populären "Papst der Kinderkommunion".

Todestag von Papst Pius X. und damit Feier des Patroziniums der Piuskirche in Löpsingen ist der 20. August.

Die Piuskirche erinnert an den hl. Papst nicht nur durch ihren Namen. Die Brüstung der Empore zeigt - von der Tiara, der dreifachen Papstkrone, und den Himmelschlüsseln eingerahmt - sein päpstliches Wappen (von Ernst Steinacker geschaffen). Auch eine gestiftete Pius-Statue auf der linken Chorseite erinnert den Gottesdienstbesucher an den Namenspatron dieser Kirche.


Der Innenraum

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Der Innenraum der Kirche mit den weißen Wänden und einer braunen Holzdecke ist schlicht gehalten und von neuzeitlicher Architektur bestimmt. Er wird stark geprägt durch die farbigen, überwiegend in verschiedenen Blautönen gehaltenen Glasfenster. Die Entwürfe stammen von Jutta Schachner-Riedmann aus München, hergestellt wurden sie in der Mayer´schen Hofkunstanstalt in München.

Je nach Sonnenstand und Jahreszeit nimmt das Weiß der Wände das zart wechselnde Farbspiel der Farbfenster auf. Diese „farbschaffende" Kraft der Sonne gibt dem Kirchenraum einen unvergleichlich mystischen Zauber.


Die Taufkapelle

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Eingetaucht in das Dämmerlicht der kleinen Taufkapelle steht das runde, schlichte Taufbecken aus weißem Jurastein mit einer Bronzehaube - ein Werk des Wallersteiner Künstlers Sebastian Fink. Umspielt von den sanften farbigen Lichtstrahlen des kleinen Glasfensters und ergänzt mit der aussagekräftigen Symbolik durch den herabschwebenden Hl. Geist in Form einer Taube veranschaulicht er nicht nur zeichenhaft das Wesen des Taufsakraments, sondern entfaltet darüber hinaus eine beeindruckende Wirkung.

 


Es gibt eine Stille, in der man meint,
man müsse die einzelnen Minuten hören,
wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen.

Adalbert Stifter, 1805 - 1868
österr. Schriftsteller, Maler, Pädagoge